München. Mit dem Bayerischen Modellregionengesetz (BayMoG) beginnt ein neues Kapitel für den bürokratieabbau einfach-mal-machen in bayerischen Kommunen. Das Gesetz ermöglicht es Landkreisen und Gemeinden, über eine digitale Plattform Modellregionen zu bilden und innovative Verwaltungsansätze zeitlich befristet zu erproben.
Jetzt Bürokratie abbauen
Das Ziel des Bayerischen Modellregionengesetzes ist es, einen praxisnahen bürokratieabbau einfach-mal-machen zu fördern. Kommunen erhalten für fünf Jahre die Möglichkeit, von landesrechtlichen Vorschriften abzuweichen und neue Lösungen in Bereichen wie Baurecht, Förderwesen, Digitalisierung und Ehrenamt zu testen. Die Auswahl der Modellregionen erfolgt je Regierungsbezirk und basiert auf konkreten Bewerbungen über eine digitale Plattform.
Modellregionen als Innovationsräume
Die Modellregionen sollen als Experimentierfelder für Verwaltungsreformen dienen. So können Ansätze, die sich bewähren, anschließend auf ganz Bayern ausgeweitet werden. Das Gesetz sieht vor, mindestens eine Modellregion pro Regierungsbezirk festzulegen. Die Kommunen sollen dadurch mehr Freiheit erhalten, bürokratische Hürden zu überwinden.
Politische Unterstützung und Zeitplan
Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, beschreibt das Gesetz als wichtigen Beitrag zu einem Mentalitätswandel in der Verwaltung:
„Wir reden nicht nur über Entlastung – wir handeln jetzt. Mit dem Einfach-mal-machen-Gesetz geben wir unseren Kommunen das Vertrauen und den Spielraum, den sie brauchen, um Bürokratie wirklich abzubauen. Bayern soll zeigen, wie Bürokratieabbau in der Praxis funktioniert. Wir wollen einen echten Paradigmenwechsel: Behörden sollen nicht länger fragen, warum etwas nicht funktioniert, sie sollen fragen, wie es funktionieren kann.“
Die parlamentarische Beratung soll zügig erfolgen und das Gesetz zum 15. Mai 2026 in Kraft treten. Die ersten Modellregionen können somit noch im selben Jahr starten.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Chancen durch BayMoG
Für Kommunen in Bayern eröffnet das BayMoG Chancen, Verwaltung bürgerfreundlicher und effizienter zu gestalten. Besonders Regionen mit komplexen Herausforderungen im Baurecht oder dem Ausbau digitaler Infrastruktur können von der Flexibilität bei der Umsetzung profitieren. Bürgerinnen und Bürger erleben dadurch möglicherweise Bürokratieabbau bei Dienstleistungen und Förderverfahren.
Zukünftig wird es auch wichtig sein, die Resultate der Modellregionen zu beobachten und erfolgreiche Ansätze zu verbreiten. Das Bayerische Modellregionengesetz setzt einen klaren Rahmen, um Verwaltung zu modernisieren und dabei auf die Praxis und die Bedürfnisse vor Ort zu reagieren.
Weitere Informationen zur Initiative und zur Bewerbung um Modellregionen finden Interessierte auf der offiziellen Webseite des Bayerischen Landtags sowie auf regionalupdate.de. Zur vertiefenden Lektüre wird außerdem auf die Broschüre zum Bürokratieabbau des Bayerischen Staatsministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration verwiesen.

