Kreis Steinfurt. Die verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt für das Jahr 2025 zeigt eine leichte Verringerung der Gesamtunfallzahlen bei weiterhin ernsten Unfallfolgen. Insgesamt wurden 12.360 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, was etwa drei Prozent weniger als im Vorjahr bedeutet.
Unfallzahlen im Fokus – verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt
Rückgang der Gesamtunfallzahlen
Die Zahl der gemeldeten Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt ist 2025 auf 12.360 gesunken. Im Vergleich zum Jahr 2024 entspricht dies einem Rückgang von rund drei Prozent. Trotz der sinkenden Unfallzahlen stieg die Anzahl der Schwerverletzten leicht um circa fünf Prozent. Langzeitbetrachtungen seit 2019 verzeichnen jedoch insgesamt einen Rückgang der Schwerverletzten um etwa ein Drittel. Bei den Leichtverletzten ist hingegen ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen: Deren Zahl erhöhte sich innerhalb von sechs Jahren um 16 Prozent, von 1.651 in 2019 auf 1.914 im Jahr 2025.
Unfallursachen und Risikogruppen
Als Hauptunfallursachen bei schweren Personenschäden werden fünf Faktoren genannt: Vorfahrt oder Vorrang, nicht angepasste Geschwindigkeit, Ablenkung, vermindert Verkehrstüchtigkeit – insbesondere durch Alkoholkonsum – sowie das Abbiegen und Wenden. Geschwindigkeit ist ein besonders kritischer Faktor, weshalb die Polizei Steinfurt diese durch Kontrollen überwacht.
Besonders betroffen sind Pedelec- und E-Scooter-Fahrer. Die Anzahl der verletzten E-Scooter-Fahrer stieg im Vergleich zu 2024 um 70 Prozent auf 25. Bei den fünf tödlich Verletzten mit Pedelecs handelte es sich überwiegend (vier von fünf) um Senioren über 64 Jahre. Die Behörde betont, dass das Tragen eines Helms wichtig zum Schutz ist. Auch Motorradfahrer bleiben im Kreis Steinfurt ein Risiko: Von 109 Motorradunfällen waren 43 Alleinunfälle, meist verursacht durch nicht angepasste Geschwindigkeit.
„Unser Ziel ist es, die Kompetenzen älterer Menschen zur Teilnahme am Straßenverkehr zu fördern“, sagte Lisa Kreuzheck, Leiterin der Direktion Verkehr.
Weiterhin machen Unfälle mit Wildbeteiligung rund 23 Prozent aller Verkehrsunfälle aus. Die Zahl blieb seit 2017 auf einem konstanten Niveau von circa 2.800 Unfällen jährlich. Die Zusammenarbeit im „Arbeitskreis Wildunfallprävention“ soll zur Senkung beitragen.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Abschluss: Bedeutung der verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt für die Region
Die verkehrsunfallbilanz Kreis Steinfurt unterstreicht die fortlaufende Bedeutung präventiver Maßnahmen. Besonders die Unfälle mit Pedelecs, E-Scootern und Motorrädern zeigen Handlungsbedarf bei der Verkehrssicherheit. Mit kontinuierlichen Geschwindigkeitskontrollen, Aufklärung und Förderung sicherer Mobilitätskompetenzen will die Polizei die Unfallzahlen weiter senken.
Besonders positiv ist, dass im Jahr 2025 kein Kind oder Jugendlicher tödlich verunglückt ist. Die Präventionsarbeit in Kindergärten und Schulen leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Die Kreispolizeibehörde Steinfurt plant, diese Maßnahmen fortzusetzen und die Verkehrssicherheit für alle Altersgruppen auszubauen.
Weitere Informationen zur Verkehrsunfallbilanz sind auf der Homepage der Kreispolizeibehörde Steinfurt erhältlich. Ergänzend finden interessierte Leserinnen und Leser bei regionalupdate.de aktuelle Berichte und Hintergrundinformationen zur Verkehrssicherheit in der Region.
Für Rückfragen steht Andreas Glünz, Leiter der Führungsstelle Verkehr, telefonisch unter 02551/15-6001 zur Verfügung.

