Nur ein Viertel der Unternehmen in Deutschland ist cyber-sicher

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Berlin. Nur 24 Prozent der Unternehmen erreichen in Deutschland das höchste Niveau im Bereich Cyber Security Deutschland, obwohl sich 69 Prozent der Großunternehmen selbst als fortgeschritten einstufen. Eine aktuelle Studie von IDC und KPMG zeigt deutliche Lücken in Transparenz, Identitätsmanagement und KI-Sicherheit auf.

Cyber Security Status: Wo deutsche Unternehmen aktuell stehen

Die Bedeutung von Cyber Security Deutschland ist in vielen Unternehmen angekommen. Dennoch offenbaren die Ergebnisse des IDC InfoBriefs „Von Reaktion zu Resilienz – Cyber Security neu gedacht“ erhebliche Diskrepanzen zwischen strategischer Priorisierung und tatsächlicher Umsetzung.

Viele Unternehmen überschätzen ihre Fähigkeiten im Bereich IT-Sicherheit. So geben 44 Prozent an, dass ihnen die Transparenz über die eigene IT-Landschaft fehlt. Diese mangelnde Übersicht erschwert insbesondere die zügige Reaktion auf Bedrohungen und beeinträchtigt die regulatorische Compliance. Bei kleineren Firmen haben 42 Prozent kein vollständiges Asset-Inventar, während es bei Großunternehmen 24 Prozent sind.

Defizite beim Identitätsmanagement

Das digitale Identitätsmanagement als zentraler Baustein moderner Cyber-Sicherheitssysteme ist bei nur 20 Prozent der Unternehmen auf einem optimierten Reifegrad. Dennoch planen 64 Prozent die Einführung oder Verstärkung der Multi-Faktor-Authentifizierung, 62 Prozent wollen das zentrale Identity & Access Management ausbauen und 53 Prozent Zugriffsrechte restriktiver gestalten. Fehlkonfigurationen und Datenschutzverletzungen stellen weiterhin große Risiken dar, insbesondere in Cloud-Umgebungen.

Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Cyberabwehr

Künstliche Intelligenz wird verstärkt in der Cyberverteidigung verwendet: 49 Prozent der Unternehmen nutzen KI bereits, und 32 Prozent planen den Einsatz innerhalb der nächsten zwölf Monate. KI-gestützte Maßnahmen führen vor allem beim Threat Monitoring und in der Incident Response zu erheblichen Effizienzsteigerungen. Allerdings fehlt es beim Schutz der KI-Systeme an umfassenden Sicherheitsrahmen: Nur 2 Prozent haben ein voll integriertes Sicherheitskonzept für KI-Anwendungen implementiert.

„Die Studie zeigt klar: Viele Unternehmen in Deutschland überschätzen ihre Cyber-Sicherheitsfähigkeiten. Ohne eine saubere Datenbasis und vollständige Übersicht können Unternehmen ihre Sicherheitslage nicht realistisch bewerten“, sagte Michael Falk, Partner bei KPMG.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und praktische Auswirkungen für Unternehmen

Für Unternehmen in Deutschland ist die Analyse eine wichtige Grundlage, um ihre Cyber-Sicherheitsstrategien zu überprüfen und anzupassen. Die genannten Defizite, insbesondere bei Transparenz und KI-Sicherheit, betreffen alle Branchen und Unternehmensgrößen. Eine verbesserte IT-Transparenz ist unerlässlich, um gesetzliche Vorgaben einzuhalten und Reaktionszeiten im Falle von Angriffen zu minimieren.

Zudem unterstreicht die Studie die Notwendigkeit, digitale Identitäten und Zugriffsrechte konsequent zu managen. Initiativen zur Einführung moderner Authentifizierungsverfahren wie Multi-Faktor-Authentifizierung sollten verstärkt umgesetzt werden.

Langfristig planen viele Firmen, ihre Cyberabwehr mit Künstlicher Intelligenz zu erweitern, müssen jedoch gleichzeitig die Absicherung dieser Technologien verbessern. Unternehmen profitieren von einem strukturierten Vorgehen, das neben Technologie auch klare Verantwortlichkeiten und Governance vorsieht.

Weitere Details zur Studie und Empfehlungen zur Cyber Resilienz finden Interessierte auf der Themenseite von KPMG. Eine Übersicht zu aktuellen Entwicklungen im Bereich IT-Sicherheit bietet auch das Team von Cyberschutzbetrieb.de/

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