Viele Mittelständler ziehen sich aus dem US-Geschäft zurück

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Frankfurt am Main. Die aktuelle US-Politik wirkt sich zunehmend negativ auf den deutschen Mittelstand aus. Die Fokus-Keyphrase „Mittelstand US-Geschäft Rückzug“ beschreibt die Tendenz, dass immer mehr kleine und mittlere Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen in die USA reduzieren oder ganz aufgeben.

Mittelstand zieht sich zurück

Eine repräsentative Umfrage von KfW Research aus dem Januar 2026 zeigt, dass 52 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen mit US-Bezug negative Folgen durch die Wirtschaftspolitik der USA verzeichnen. Demgegenüber berichten 36 Prozent von keiner Veränderung und nur wenige Unternehmen profitieren von der neuen US-Politik. Besonders betroffen sind vor allem Mittelständler ohne eigene Produktionsstandorte in den USA.

Die Auswirkungen zeigen sich deutlich in den Zahlen: Der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA ist seit September 2019 von 18,7 Prozent auf 11,3 Prozent gesunken. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang des Engagements deutscher Firmen auf dem US-Markt.

Abnehmende Kundenzahlen im Exportgeschäft

Der Rückzug manifestiert sich auch im Exportbereich. Im Januar 2026 hatten lediglich 5,8 Prozent der rund 3,9 Millionen Mittelständler direkte Kunden in den USA, gegenüber 7,1 Prozent im Jahr 2019 und 8,5 Prozent im Jahr 2025. Darüber hinaus haben nur noch 3,0 Prozent der Unternehmen Kunden innerhalb der EU, die wiederum in die USA exportieren. Diese Zahlen lagen 2019 bei 7,4 Prozent und 2025 bei 5,1 Prozent.

„Die Zollpolitik der US-Regierung belastet den deutschen Mittelstand. Die Unternehmen sind außerdem sehr verunsichert über die künftige Entwicklung der US-Politik. Verschärft wird die Lage durch das Urteil des US-Supreme Courts, der einen großen Teil der Zölle für unwirksam erklärt hat. Die Zurückhaltung deutscher Unternehmen auf dem US-Markt dürfte noch so lange anhalten, bis sie wieder mehr Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftspolitik haben“, sagte Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

  • 52 Prozent der Mittelständler berichten über negative Auswirkungen der US-Politik auf ihr Geschäft
  • 11,3 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen pflegen noch Geschäftsbeziehungen in die USA
  • Rückgang der Exportkunden in den USA von 7,1 Prozent (2019) auf 5,8 Prozent (2026)
  • Nur 3,0 Prozent der Unternehmen haben Kunden in der EU mit Export in die USA

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick des Mittelstand US-Geschäft Rückzugs

Für Unternehmen in der Region Frankfurt und Umgebung bedeutet der Rückzug vom US-Geschäft vor allem eine Anpassung ihrer Exportstrategien. Die verringerte Präsenz auf dem US-Markt kann mittel- bis langfristig Auswirkungen auf Umsätze und Beschäftigung haben. Die KfW unterstützt den Mittelstand mit Förderprogrammen, um die Wettbewerbsfähigkeit auch unter veränderten geopolitischen Bedingungen zu sichern.

Weitere Details zur Studie sind auf der Website der KfW Volkswirtschaft Kompakt verfügbar. Unternehmen können sich dort auch über Fördermöglichkeiten informieren (Wir stärken den Mittelstand).

Die Entwicklung bleibt zu beobachten, insbesondere wie sich die US-Wirtschaftspolitik und damit verbundene Rahmenbedingungen weiter verändern und welchen Einfluss dies auf den deutschen Mittelstand hat.

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