Osnabrück. Die steigenden arzneimittelpreise krankenkassen osnabrueck sorgen für Diskussionen auf Bundesebene. Die Krankenkassen fordern von Gesundheitsministerin Nina Warken entschiedene Maßnahmen zur Eindämmung der Kosten im Arzneimittelbereich.
Preise im Blick: Forderungen der Krankenkassen zur Begrenzung der Arzneimittelausgaben
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland betonen, dass die Arzneimittelpreise hierzulande zu den höchsten weltweit gehören – nur die USA liegen noch darüber. Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, bezeichnete das bisherige politische Vorgehen als zu „zaghaft“ und sprach sich klar für ein Einschreiten aus, um die Kosten zu senken.
Kostensituation und Herstellerstrategien
Die Ausgaben der Krankenkassen für Arzneimittel lagen im vergangenen Jahr bei 58,5 Milliarden Euro, und damit bereits über den Kosten für die ambulante ärztliche Versorgung. Seit 2012 sind die täglichen Kosten pro Patient bei neuen Medikamenten um 180 Prozent gestiegen. Zudem gibt es mehr als 40.000 Patienten, die Medikamente im Wert von über 100.000 Euro jährlich erhalten. Die Pharmaindustrie produziert zunehmend im Ausland, vor allem in China und Indien, was das Argument der Pharmalobby, hohe Preise würden die Produktion in Deutschland sichern, entkräftet.
Preisdeckel und Versorgungsengpässe
Blatt wies außerdem die Behauptung zurück, dass Preisbegrenzungen die Versorgung verschlechtern könnten. Lieferengpässe seien meist temporär und durch alternative Medikamente ausgleichbar, sodass die Versorgung gesichert bleibe. Deutschland biete zudem einen Spitzenwert bei der Zugänglichkeit neuer Medikamente: Durchschnittlich sind diese 52 Tage nach Zulassung für alle gesetzlich Versicherten verfügbar.
„Noch höhere Preise führen nicht zu einer noch besseren Versorgungslage. Außerdem handelt es sich fast immer um Lieferengpässe, die dann durch andere Medikamente ausgeglichen werden. Die Versorgung ist also gewährleistet“, sagte Oliver Blatt.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Schluss: Konsequenzen für Osnabrück und die Versicherten
In Osnabrück und der Region beeinflussen die Entwicklungen bei den arzneimittelpreise krankenkassen osnabrueck direkt die finanzielle Belastung der gesetzlichen Krankenkassen und somit auch der Versicherten. Die von Gesundheitsministerin Warken eingesetzte Expertenkommission soll bis Ende März Vorschläge für Einsparungen vorlegen, was auch mögliche Änderungen bei Zuzahlungen umfassen könnte. Für die Bürgerinnen und Bürger heißt das, dass sich in der nächsten Zeit weitere Diskussionen über Kosten und Zugang zu Medikamenten abzeichnen. Regionale Ansprechpartner und Betroffene können sich über aktuelle Entwicklungen zum Thema Gesundheitsversorgung und Arzneimittel auf regionalupdate.de informieren. Offizielle Informationen zur Arzneimittelversorgung bietet das Bundesministerium für Gesundheit.
Weiterführend empfiehlt sich die Beobachtung, wie Bund und Krankenkassen konkrete Maßnahmen umsetzen, um die Ausgaben für Arzneimittel langfristig zu senken und die Versorgung für alle Versicherten sicherzustellen.

