Baurohstoffe fehlen: Genehmigungsverfahren im Infrastrukturgesetz gefordert

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Berlin. Der Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO) fordert im Vorfeld der Anhörung zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz im Bundestag, die Genehmigungsverfahren für die heimische Baurohstoffe Rohstoffgewinnung Deutschland deutlich zu beschleunigen. Andernfalls drohen zentrale Infrastrukturprojekte aufgrund mangelnder Rohstoffversorgung ins Stocken zu geraten.

Baurohstoffe sichern Zukunft

Die Versorgung mit mineralischen Baurohstoffen wie Sand, Kies und Naturstein ist für den Bau und die Sanierung von Straßen, Brücken, Schienenwegen und Wohnungen essenziell. Der Bundesverband MIRO weist darauf hin, dass die Regierung im aktuellen Infrastruktur-Zukunftsgesetz zwar Planungs- und Genehmigungsverfahren für zentrale Verkehrswege beschleunigen will, dabei aber die Sicherung der dafür benötigten Rohstoffe vernachlässigt. Eine ausreichende und zügige Rohstoffgewinnung sei jedoch Grundvoraussetzung für die Umsetzung dieser Infrastrukturprojekte.

Regionale Versorgungsengpässe

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) meldet bereits heute Versorgungsengpässe in mehreren Regionen Deutschlands, etwa in Dresden, im Großraum Berlin oder im mittleren Donautal. Auch das Rheinland und das Maingebiet sind betroffen, da Gewinnungsbetriebe keine Anschlussgenehmigungen erhalten. Ein Gutachten von Ernst & Young aus dem April 2023 bestätigt, dass die Versorgung mit Sand und Kies seit 2016 regional angespannt ist und sich die Lage in Zukunft weiter verschärfen könnte.

Gesetzgeber ist gefordert

MIRO fordert, dass die Sicherung und Gewinnung von Gesteinsrohstoffen als überragendes öffentliches Interesse im Infrastruktur-Zukunftsgesetz verankert wird. Dadurch soll verhindert werden, dass die Rohstoffgewinnung in der Raumordnung gegenüber anderen Bereichen wie Windkraft oder Telekommunikation zurücktritt. Nach Einschätzung von MIRO-Geschäftsführerin Susanne Funk ist die Rohstoffsicherung unverzichtbar für Bauwirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge.

„Die Rohstoffversorgung ist und bleibt für Bauwirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge unverzichtbar. Der Rohstoffsicherung muss deshalb in den Raumordnungsverfahren wieder ein ausreichendes Gewicht verliehen werden“, sagte Susanne Funk.

  • Deutschland benötigt jährlich bis zu 500 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe.
  • Gesteinsrohstoffe stellen nach Trinkwasser den zweitgrößten bewegten Stoffstrom im Land dar.
  • Ohne speditive Genehmigungsprozesse könnten Bauvorhaben verzögert oder teurer werden.

Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz und Rohstoffversorgung finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der Website des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe (MIRO) unter www.bv-miro.org.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Ausbau der Infrastruktur und Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger

In Deutschland sichern heimische Rohstoffe nicht nur den Bau von Straßen und Brücken, sondern auch bezahlbaren Wohnraum und den Ausbau erneuerbarer Energien. Engpässe in der Rohstoffversorgung könnten daher konkrete Auswirkungen auf die Alltagssituation der Bevölkerung haben. Die beschleunigte Genehmigung von Gewinnungsflächen schafft Planungssicherheit für Unternehmen, was sich langfristig in einem zügigeren Fertigstellungsprozess von Infrastrukturprojekten niederschlagen kann. LRund für die regionale Wirtschaft ist dies ein wichtiger Faktor.

Die Bundesregierung plant, mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz die Genehmigungsverfahren zu optimieren. Für Baurohstoffe fordert MIRO neben einer Gesetzentwicklung auch die klare Ausweisung reservierter Flächen, um eine verlässliche Rohstoffbasis langfristig zu gewährleisten. Bürger und Unternehmen sollten die gesetzlichen Beratungen aufmerksam verfolgen, um über Entwicklungen informiert zu bleiben.


Weitere Details zur Rohstoffsituation und politischen Rahmenbedingungen liefert die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe auf ihrer offiziellen Website: BGR Rohstoffmonitor.

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