Berlin. Der „Anlagensicherheitsreport 2026“ des TÜV-Verbands zeigt eine alarmierende Mängelquote aufzügen 2026. Drei von vier Aufzugsanlagen in Deutschland waren mit Sicherheitsmängeln behaftet, teils sogar mit gefährlichen Defekten, die eine Stilllegung erforderten.
Sicherheit jetzt prüfen: Mängelquote Aufzügen 2026 im Fokus
Die Sicherheitsüberprüfung von Aufzugsanlagen hat 2025 einen historischen Höchststand an festgestellten Mängeln erreicht. Von den 723.270 geprüften Anlagen wiesen 10,8 Prozent erhebliche und 0,8 Prozent gefährliche Mängel auf. Damit waren mehr als drei Viertel aller Aufzüge (76,3 Prozent) zumindest geringfügig mangelhaft. Typische Probleme sind verschlissene Tragseile, ausgefallene Notrufsysteme und defekte Türverriegelungen. Diese Mängel bedeuten eine reale Gefahr für Leib und Leben, wie die rund 3.000 stillgelegten Anlagen zeigen, bei denen Defekte nicht sofort behoben werden konnten.
Ursachen und Bedeutung der Zwischenprüfung
Die starke Zunahme der Mängel ist unter anderem auf Defizite bei der Cybersicherheit zurückzuführen. Die digital gesteuerten Anlagen erfordern Schutzmaßnahmen, die viele Betreiber nicht ausreichend dokumentieren. Bei Zwischenprüfungen, die jährlich etwa die Hälfte aller Kontrollen ausmachen, wurden 7,2 Prozent der Aufzüge mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln beanstandet. Dies verdeutlicht laut TÜV-Verbands-Geschäftsführer Dr. Joachim Bühler, dass die laufende Wartung allein nicht ausreicht, um alle Sicherheitslücken zu erkennen.
Weitere sicherheitsrelevante Anlagen mit Mängeln
Neben Aufzügen stellt der Report auch bei Tankstellen eine Mängelquote von 18,8 Prozent mit erheblichen Defekten fest. Defekte Zapfschläuche oder Risse in Bodenversiegelungen sind typische Beanstandungen. Lageranlagen für hochentzündliche Stoffe zeigten sogar einen Anstieg gefährlicher Mängel auf 1,0 Prozent. Der Explosionsschutz und der Schutz vor Cyberangriffen sind hier zentrale Herausforderungen für Betreiber und Prüforganisationen. Im Gegensatz dazu blieb das Mängelniveau bei Druckanlagen vergleichsweise gering.
„Aufzugsanlagen sind Teil der Sicherheitsarchitektur von Wohn- und Geschäftsgebäuden. Sie müssen sowohl im Alltag als auch in kritischen Situationen einwandfrei funktionieren“, sagte Dr. Joachim Bühler.
Weitere Informationen zu technischen Sicherheitsprüfungen finden sich auf regionalupdate.de sowie in offiziellen Quellen wie dem TÜV-Verband unter technische-ueberwachung.de.
Zukunftsperspektiven: Regulierung und Sicherheit
Der TÜV-Verband fordert eine Vereinfachung der rechtlichen Prüfvorgaben, ohne das Sicherheitsniveau abzusenken. Die derzeit geltende Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) soll in zwei eigenständige Verordnungen aufgeteilt werden, um Bürokratie abzubauen und die Anwendung zu erleichtern. Damit könnten Prüfungen transparenter und einheitlicher gestaltet werden. Die Bundesregierung wird aufgefordert, diese Reform zügig umzusetzen, um den Schutz der Bevölkerung und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Ausblick auf weitere Entwicklungen
Für 2026 ist mit einer stärkeren Umsetzung der neuen Verordnung über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlV) zu rechnen. Die Harmonisierung der Prüfregelwerke soll Betreiber, Prüforganisationen und Behörden entlasten. Zudem wird die Cybersicherheit weiterhin eine zentrale Rolle spielen, da die Digitalisierung technischer Anlagen fortschreitet. Regelmäßige Wartung, unabhängige Kontrollen und wirksame Schutzmaßnahmen bleiben entscheidend, um die Mängelquote aufzügen 2026 nachhaltig zu senken und die Sicherheit zu verbessern.

