ABDA und BVpta lehnen PTA-Vertretung ab, fordern Weiterqualifizierung

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Berlin. Die Bundesregierung plant im Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) Modellprojekte, bei denen Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA) vorübergehend die Apothekenleitung übernehmen können. Die ABDA und der Bundesverband PTA lehnen diese Regelungen jedoch ab und setzen stattdessen auf eine gezielte Weiterqualifizierung PTA Beruf, um neue Entwicklungsperspektiven zu schaffen.

PTA Berufswege stärken

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) und der Bundesverband PTA (BVpta) fordern die ersatzlose Streichung der Vertretungsregelungen für Apothekenleitungen durch PTA im aktuellen ApoVWG. Stattdessen arbeiten beide Verbände an einem gemeinsamen Konzept zur Weiterentwicklung des PTA-Berufs. Dieses umfasst insbesondere neue Aufgabenfelder bei pharmazeutischen Dienstleistungen sowie die Rolle als Praxisanleitende für PTA-Auszubildende.

Gemeinsames Konzept zur beruflichen Weiterentwicklung

Die angestrebte Weiterqualifizierung PTA Beruf soll den Zugang zum Pharmaziestudium erleichtern und somit neue Karrierewege eröffnen. Außerdem werden verbesserte finanzielle Rahmenbedingungen für die PTA-Ausbildung gefordert, um die Attraktivität des Berufsbildes zu erhöhen.

„PTA sind für öffentliche Apotheken unverzichtbar. Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung der Apotheken vor Ort muss der PTA-Beruf auch gezielt weiterentwickelt und der Zugang zum Pharmaziestudium erleichtert werden“, sagte Thomas Preis, Präsident der ABDA.

Ablehnung der „Apotheke ohne Apotheker“

Die geplanten Modellprojekte, bei denen PTA die Apothekenleitung vertreten könnten, stoßen auf Ablehnung beider Verbände. Diese sehen die Wahrung des Fremdbesitzverbotes und den Heilberufestatus als wichtige Punkte, die durch eine Vertretungsregelung nicht gefährdet werden dürfen.

„Uns geht es darum, echte Entwicklungsmöglichkeiten für PTA zu schaffen“, erklärte Anja Zierath, Vorsitzende des BVpta. „Mit der Einführung einer bundesweit einheitlichen Weiterqualifikation für PTA sollen zukünftig neue Perspektiven geschaffen werden.“

  • In Deutschland sind in etwa 16.600 öffentliche Apotheken tätig.
  • Dort sind rund 72.000 PTA beschäftigt, die zahlenmäßig größte pharmazeutische Berufsgruppe.
  • Die Verbände setzen sich für eine bessere Vergütung und regelmäßige Verhandlungen der Apothekenhonorierung ein.

Weitere Details zum Konzept sind auf den Webseiten der ABDA (abda.de) und des BVpta (bvpta.de) abrufbar.

Bezogen auf die Fachkräfte in der Apothekenlandschaft wird deutlich, welche Bedeutung das für die Region hat.

Weiterqualifizierung für PTA in der Region – Chancen und Ausblick

Die bundesweiten Entwicklungen haben auch regionale Bedeutung, da PTA in allen Apotheken Präsenz zeigen und zur Versorgung der Bevölkerung beitragen. Eine verbesserte Ausbildung und neue berufliche Perspektiven können die Attraktivität des PTA-Berufs in der Region steigern. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine gesicherte und qualifizierte Betreuung in Apotheken vor Ort.

Die Verbände planen, die Konzepte bis 2026 weiter auszuarbeiten und die Verhandlungen mit Entscheidungsträgern fortzusetzen. Interessierte finden auf regionalupdate.de sowie den offiziellen Verbandsseiten aktuelle Informationen zu Entwicklungen im Apothekenbereich.

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