DBV fordert sicheres Agrarbudget und weniger Bürokratie

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Bad Reichenhall. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat anlässlich der Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 die Agrarminister der Länder und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer aufgefordert, sich für eine zukunftsfaehige gemein agrarpolitik einzusetzen. Dabei betont der DBV die Bedeutung eines verlässlichen Agrarbudgets und weniger Bürokratie für die Landwirtschaft.

Agrarpolitik jetzt stärken: Forderungen des Deutschen Bauernverbandes zur GAP

Der DBV fordert ein eigenständiges und praxisgerechtes System der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028, das vor allem die Einkommenssicherung landwirtschaftlicher Betriebe verbessert. Präsident Joachim Rukwied unterstreicht, dass „eine zukunftsfähige GAP ein starkes, verlässliches Agrarbudget und klare Zuständigkeiten“ benötige. Besonders wichtig sei, dass einkommenswirksame Direktzahlungen eine tragende Säule der landwirtschaftlichen Einkommen bleiben. Dafür müsse die GAP alle agrarischen Regelungen vollständig bündeln, ohne Kappung, Degression oder zusätzlichen Bürokratieaufwand.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Reduzierung bürokratischer Hürden: Der DBV fordert, EU-weit vereinfachte Regelungen ohne nationale Zusatzauflagen umzusetzen. Ziel sei eine merkliche Entlastung der Betriebe durch weniger Kontrollen, praxisgerechte Vorschriften und mehr Planungssicherheit. Kritisch wird die geplante EU-Naturwiederherstellungsverordnung gesehen, die aus Sicht des Verbandes Flächenkonkurrenzen verstärken könnte. Der DBV plädiert für Freiwilligkeit, Kooperation und ausreichende finanzielle Unterstützung außerhalb der GAP.

Risikoausgleich und Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft

Angesichts der ausgeprägten Marktvolatilität fordert der DBV die schnelle Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage zur Stabilisierung der Betriebe. Auf nationaler Ebene steht der Verband für eine grundlegende Überarbeitung des Düngerechts, eine gesicherte Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln sowie Erleichterungen im Genehmigungsrecht für die Nutztierhaltung.

Bedeutung der Bioenergie und Sonderkulturbetriebe

Für die landwirtschaftlichen Biogasanlagen fordert der DBV ein praxisgerechtes EEG-Design, um deren Fortbestand zu sichern und ihr Potenzial für eine flexible, erneuerbare Energieversorgung zu nutzen. Außerdem hebt der Verband besonders die Situation der Sonderkulturbetriebe hervor. Vor allem im Obst-, Gemüse- und Weinbau seien rechtssichere Regelungen zur kurzfristigen Beschäftigung sowie tragfähige Mindestlohnlösungen notwendig, um den Wettbewerbsdruck zu mindern. Der DBV setzt dabei auf die Unterstützung der Bundesländer und deren Impulse an Bund und EU.

„Eine zukunftsfähige GAP braucht ein starkes, verlässliches Agrarbudget und klare Zuständigkeiten“, sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes.

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen der zukunftsfaehigen gemein agrarpolitik

Der Deutsche Bauernverband wird die Themen der GAP-Verhandlungen und der nationalen Rahmenbedingungen weiter begleiten und in den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern investieren. Die Frühjahrskonferenz in Bad Reichenhall markiert dabei den Auftakt für verstärkte Forderungen zur Erhaltung und Stärkung der Landwirtschaft in Deutschland.

Weitere Informationen zur Gemeinsamen Agrarpolitik und den aktuellen EU-Verhandlungen finden Sie bei regionalupdate.de sowie auf der Website des Deutschen Bauernverbandes.

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