Berlin. Angesichts zahlreicher Herausforderungen in der globalen Wirtschaft fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), eine europa wirtschaftspolitische Kurskorrektur. Der Fokus liegt dabei auf flexiblen Lieferketten, mehr Offenheit und weniger Regulierung.
Europa wirtschaftlich stärken
Die wirtschaftlichen Belastungen durch geopolitische Konflikte, steigende Energiepreise und gestörte Handelsrouten setzen europaweit Unternehmen erheblich unter Druck. In diesem Kontext hebt Dr. Jandura die Bedeutung belastbarer Lieferketten hervor, um die Versorgung sicherzustellen und Risiken abzufedern.
Notwendigkeit einer Exportoffensive und Binnenmarktreform
Die innenmarktbezogene Nachfrage gilt als derzeit zu gering, wodurch Wachstumspotenziale ungenutzt bleiben. Daher fordert der BGA-Präsident gezielte Reformen, die die Wettbewerbsfähigkeit Europas steigern und den Binnenmarkt wirksamer gestalten. Die Exportoffensive soll zugleich neue Absatzmärkte erschließen und der europäischen Wirtschaft Impulse geben.
Handelspolitische Initiativen stärken die Resilienz
Die bevorstehende Einigung über ein Freihandelsabkommen mit Australien wird als positives Signal gesehen. Solche Abkommen tragen dazu bei, wirtschaftliche Abhängigkeiten zu verringern und neue Chancen zu eröffnen. Dr. Jandura spricht sich außerdem für engere Kooperationsmöglichkeiten mit Partnern wie dem transpazifischen Bündnis CPTPP sowie für die Priorisierung der Global-Gateway-Initiative aus. Ziel sind Investitionen in Infrastruktur und logistische Alternativen entlang wichtiger Handelsrouten.
Forderung nach Deregulierung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entlastung mittelständischer Unternehmen durch Abbau bürokratischer Hemmnisse. Der Green Deal wird von Dr. Jandura kritisch als „Industriekiller“ bezeichnet, da er mit komplexen Auflagen und lokalen Inhalten die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtige. Ein klarer Stopp weiterer Regulierung und Bürokratie wird gefordert, um Wachstum zu ermöglichen.
„Europa muss Wachstum ermöglichen, nicht behindern“, sagte Dr. Dirk Jandura.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Wirtschaftspolitische Konsequenzen für die Region
Die Forderung nach einer europa wirtschaftspolitische kurskorrektur hat auch lokale Auswirkungen. Für Unternehmen in der Region bedeutet dies potenziell stabilere Lieferketten und mehr Marktchancen. Gleichzeitig können weniger regulatorische Auflagen die betrieblichen Abläufe erleichtern. Für Verbraucherinnen und Verbraucher könnte dies in einer stabileren Versorgungslage und möglicherweise moderateren Preisen resultieren.
Die Umsetzung der vorgeschlagenen Reformen und Handelsabkommen steht noch aus. Beobachtbar sind jedoch erste politische Signale, die auf eine strategischere Ausrichtung der europäischen Handelspolitik hindeuten. Regionale Akteure sind gut beraten, diese Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und sich entsprechend vorzubereiten.
Weitere Informationen zur wirtschaftlichen Lage und politischen Entwicklungen finden sich auf regionalupdate.de sowie auf der Seite des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

