IHK beschließt Kommunalpolitische Positionen 2026

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Osnabrück. Die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim hat ihre kommunalpolitischen Positionen für die Kommunalwahl 2026 beschlossen. Die Empfehlungen richten sich an alle Kandidatinnen und Kandidaten und zielen darauf ab, wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen in der Region nachhaltig zu sichern. Die Fokus-Keyphrase lautet: IHK Kommunalwahl 2026.

IHK setzt Prioritäten

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim vertritt mehr als 68.000 Unternehmen in der Region. In ihrer Vollversammlung am 17. März 2026 beschlossen die Unternehmerinnen und Unternehmer die kommunalpolitischen Positionen 2026, welche als Gesprächsangebot an zukünftige Mandatsträger im Kommunalbereich verstanden werden. Dabei stehen zentrale Herausforderungen wie die Energie- und Verkehrswende, der demografische Wandel und neue Anforderungen an die Sicherheit und Infrastruktur im Mittelpunkt.

Regionale Schwerpunkte in der Grafschaft Bentheim und im Emsland

In der Grafschaft Bentheim liegt ein Schwerpunkt auf dem Campus Berufliche Bildung sowie dem Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs. Diese Projekte sollen weiterentwickelt und enger mit den Unternehmen verbunden werden. Zugleich bleibt die Verbesserung des Mobilfunknetzes eine vorrangige Aufgabe.

Im Emsland rückt der vierstreifige Ausbau der E 233 in den Fokus. Die bisher erreichten Fortschritte sind begrenzt, weshalb eine Beschleunigung von Planung und Umsetzung gefordert wird. Zudem eröffnen laufende Wasserstoffprojekte vor Ort neue Möglichkeiten für den Energiestandort.

Prioritäten in der Stadt und im Landkreis Osnabrück

Die Stadt Osnabrück hat die Stärkung leistungsfähiger Schulen, die Attraktivität der Innenstadt und die Optimierung der Verkehrsinfrastruktur als Kernpunkte für die kommende Stadtpolitik definiert. Dabei sind Erreichbarkeit, Aufenthaltsqualität und die Modernisierung vorhandener Infrastruktur entscheidend.

Im Landkreis Osnabrück liegt der Akzent auf der Entwicklung gemeinsamer Gewerbeflächen, verlässlicher Erreichbarkeit und einer funktionierenden digitalen Verwaltung. Besonders wichtig ist laut IHK zudem die Fertigstellung der A33 Nord, um die regionale Anbindung überregional zu verbessern.

„Unsere Region steht vor großen Veränderungen – von der Energie- und Verkehrswende über den demografischen Wandel bis hin zu neuen Sicherheits- und Infrastrukturanforderungen. Umso wichtiger ist es jetzt, klare Prioritäten zu setzen und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kommunen zu sichern“, sagte IHK‑Präsident Uwe Goebel.

Resilienz und digitale Vernetzung als Schlüsselthemen

Die IHK betont den dringenden Bedarf an resilienten Strukturen in Bereichen wie Gesundheitswesen, kommunaler Gefahrenabwehr sowie bei kritischen Infrastrukturen wie IT, Energie und Wasser. Die Erfahrungen jüngster Krisen hätten die starke Abhängigkeit zwischen Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Bürgern verdeutlicht. Angestrebt werden klare Zuständigkeiten und eine verbesserte digitale Vernetzung, um die regionale Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

Weitere Informationen und Zugriff auf das Positionspapier

Das vollumfängliche Positionspapier der IHK Kommunalwahl 2026 steht online zum Abruf bereit. Interessierte Kandidatinnen, Kandidaten sowie Bürger erhalten umfassende Einblicke in die geplanten Schwerpunkte und Forderungen.

Ausblick und nächste Schritte

Die Kommunalwahl am 13. September 2026 wird für die Region Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim maßgeblich sein, um den politischen Rahmen in den kommenden fünf Jahren zu gestalten. Die IHK empfiehlt, die beschlossenen Positionen als Grundlage für Gespräche und Entscheidungen zu nutzen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kommunalpolitik soll künftig weiter intensiviert werden, um die Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich zu meistern.

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