Hamburg. Die Zahl der Apotheken Insolvenzen 2025 erreicht mit 44 Fällen den höchsten Stand seit 2008. Nach deutlichen Anstiegen in den Vorjahren steigt auch die Zahl der gefährdeten Apotheken bundesweit weiter an.
Apothekenkrise steigt
Die Entwicklung der Apotheken Insolvenzen 2025 zeigt eine deutliche Verschärfung der wirtschaftlichen Lage in der Branche. Waren 2023 noch 19 Insolvenzen zu verzeichnen, stieg diese Zahl 2024 auf 40 und erreichte 2025 mit 44 Fällen den höchsten Wert seit 17 Jahren. Ursachen hierfür sind vor allem steigende Personal-, Energie-, Miet- und Bürokratiekosten sowie die seit Jahren ausbleibende Anpassung der Honorare. Zusätzlich erschwert die schwierige Personalgewinnung die wirtschaftliche Stabilität der Apotheken.
Unterschiede auf Landesebene
Besonders groß ist der Anstieg der Insolvenzgefährdung in einigen Bundesländern: Hessen verzeichnet einen Zuwachs von 46,7 Prozent, Nordrhein-Westfalen 30,8 Prozent, Baden-Württemberg 26,7 Prozent, Thüringen 22,2 Prozent und Berlin 20,0 Prozent bei den gefährdeten Apotheken. Im Gegensatz dazu sinkt die Zahl der gefährdeten Betriebe in Hamburg drastisch um 57,1 Prozent, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 37,5 Prozent, Bremen mit 25 Prozent sowie Sachsen-Anhalt und Sachsen.
„Die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken verschärft sich zunehmend: Während Personal-, Energie-, Miet- und Bürokratiekosten stetig steigen, bleibt die Honorarentwicklung seit Jahren nahezu unverändert. Diese zunehmende Schere zwischen wachsenden Ausgaben und stagnierenden Einnahmen führt zu einem erheblichen wirtschaftlichen Druck in der Apothekenlandschaft“, sagte Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer von CRIF Deutschland.
Branchenvergleich und Ausblick
Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft sind Apotheken trotz der Belastungen stabiler. Während 10,3 Prozent aller deutschen Unternehmen als insolvenzgefährdet gelten, liegt der Anteil bei Apotheken nur bei 1,7 Prozent. Für das Folgejahr 2026 wird allerdings ein weiterer Anstieg gefährdeter Apotheken um 12,6 Prozent auf bundesweit 277 Betriebe prognostiziert, was die anhaltenden Herausforderungen verdeutlicht.
Bezüglich der regionalen Entwicklungen und wirtschaftlichen Herausforderungen ergeben sich weiterhin wichtige Erkenntnisse.
Regionale Auswirkungen und Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger
Die steigenden Apotheken Insolvenzen 2025 zeigen deutliche regionale Unterschiede und spiegeln die finanzielle Belastung der Branche wider. Für die Bürgerinnen und Bürger kann dies Einfluss auf die Versorgungssicherheit und die Verfügbarkeit vor Ort haben. In einigen Bundesländern zeichnet sich bereits ein deutlicher Anstieg der Gefährdung ab, während andere Regionen eine Entspannung erleben. Für Betroffene und Interessierte sind aktuelle Entwicklungen auf regionalupdate.de nachzulesen. Gleichzeitig bieten offizielle Informationsquellen wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weiterführende Daten und Beratung.
Geplante Maßnahmen oder politische Initiativen zur Entlastung der Apothekenbranche sind aktuell nicht konkret genannt. Die weitere Beobachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Gespräche zwischen Branchenvertretern und Politik könnten jedoch in naher Zukunft wichtige Impulse geben. Apothekenkunden sollten die Veränderungen im Blick behalten, um frühzeitig auf mögliche Versorgungslücken reagieren zu können.

