Meppen. Ein Vorstandsmitglied des DRK in Meppen steht im Verdacht, in den Jahren 2023 und 2024 betrügerische Handlungen begangen zu haben. Im öffentlichen Schöffengerichtsprozess geht es um den Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs und der Urkundenfälschung.
Betrug vor Gericht Meppen
Vorwürfe gegen das DRK-Vorstandsmitglied
Das Amtsgericht Meppen verhandelt ab dem 1. April 2026 einen Fall, in dem einem DRK-Vorstandsmitglied gewerbsmäßiger Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen werden. Laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Osnabrück soll der Beschuldigte Rechnungen für Sanitäterleistungen bei privaten Veranstaltungen manipuliert haben. Dabei soll er die Kontoverbindung auf sein Privatkonto geändert haben, um Zahlungen der Vertragspartner einzuziehen. Die Vertragspartner hätten die Umleitung der Zahlungen nicht bemerkt, so die Anklage.
Darüber hinaus wird dem Angeklagten vorgeworfen, anderen Vorstandsmitgliedern gegenüber falsche Angaben gemacht und gefälschte Rechnungen für angebliche Reparaturen von Vereinsfahrzeugen vorgelegt zu haben. Geld des Vereins soll er sich so als Erstattung erschlichen haben.
Weitere Betrugsvorwürfe und Strafverfahren
Neben den Manipulationen im DRK-Rahmen sollen die Vorwürfe weitere Straftaten umfassen. So soll der Angeklagte Leistungen bei Kleinanzeigen.de angeboten und die Kaufpreise vereinnahmt haben, ohne die Ware zu liefern. Außerdem wird ihm vorgeworfen, bei der eidesstattlichen Vermögensauskunft gegenüber einem Gerichtsvollzieher mehrere Konten verschwiegen zu haben.
Die Gesamtsumme der erlangten Vorteile wird von der Staatsanwaltschaft auf rund 10.000 Euro beziffert. Das Gericht hat zur Aufklärung mindestens einen Zeugen geladen, um den Sachverhalt umfassend zu prüfen.
„Dem Angeklagten wird mit der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Osnabrück vom 20.05.2025 u.a. vorgeworfen, in den Jahren 2023 und 2024 als Vorstandsmitglied des DRK mehrfach bei von ihm erstellten Rechnungen für Sanitäterleistungen des DK für private Veranstaltungen Dritter die Rechnungen dergestalt abgeändert zu haben, als dass er die Kontoverbindung durch seine eigene ersetzte“, erläutert die Staatsanwaltschaft.
Weitere Informationen zur Justiz im Emsland sind beim Amtsgericht Meppen erhältlich.
Nächste Verfahrensschritte in Meppen
Die öffentliche Sitzung des Schöffengerichts beginnt am 1. April 2026 um 9 Uhr im Saal II des Amtsgerichts Meppen. Aufgrund von möglichen kurzfristigen Änderungen sollten Interessierte mit der Pressestelle Kontakt aufnehmen.

