DUH begrüßt Bundesratsbeschluss zur Mehrwegförderung

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Berlin. Die Forderung nach einer finanziellen Förderung Mehrweg gewinnt auf Bundesebene an Bedeutung. Auf der letzten Bundesratssitzung sprachen sich die Länder für eine verbindliche und umfassende Unterstützung von Mehrwegsystemen im neuen Verpackungsrechts-Durchführungsgesetz aus.

Jetzt Mehrweg fördern

Das Ziel der Bundesländer ist klar: Mehrwegsysteme sollen durch einen finanziellen Mechanismus gestärkt werden, der im Rahmen der Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung umgesetzt wird. Konkret plädieren die Länder dafür, dass Beiträge aus bestehenden Sammel- und Verwertungssystemen für Einwegverpackungen in Millionenhöhe in einen Mehrweg-Fonds fließen. Dies soll die hohen Anfangsinvestitionen in Logistik, Reinigung, Zwischenlager und Digitalisierung abfedern.

Die Position der Deutschen Umwelthilfe

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH), begrüßt ausdrücklich die Empfehlung des Bundesrates:

„Mehrweg ist unverzichtbar für Ressourcen- und Klimaschutz. Wir brauchen dringend zusätzliche Mehrweg-Impulse, um das Vermeidungsziel für Verpackungsabfälle von fünf Prozent bis 2030 zu erreichen.“

Die DUH kritisiert die bisherige Regierungsregelung, nach der Verpackungshersteller ihre Beiträge zur Abfallvermeidung eigenständig bestimmen. Metz fordert:

„Einen verbindlichen Beitrag von mindestens fünf Euro pro Tonne Einweg-Verpackungen für einen Mehrweg-Fonds.“

Ziele und Herausforderungen der Mehrwegförderung

Die vorgesehene finanzielle Förderung zielt darauf ab, die Mehrwegzielquote von 70 Prozent für Getränkeverpackungen im Verpackungsgesetz zu erreichen. Darüber hinaus soll der Aufbau neuer Mehrwegsysteme unterstützt werden. Dies umfasst auch den Ausbau von Umweltschutzstrukturen wie sortierungstechnischen Anlagen und digitalen Prozessen.

  • Finanzierung aus Einwegverpackungsabgaben
  • Unterstützung von Logistik- und Reinigungskapazitäten
  • Erreichung gesetzlicher Mehrwegquoten

„Wer die Einweg-Müllkrise verursacht, muss auch für Maßnahmen zu deren Lösung zahlen“, so Metz weiter.

Weitere Informationen zur Verpackungsverordnung bietet das Bundesumweltministerium hier.

Beispiel zur regionalen Umsetzung und Initiativen finden Sie auf regionalupdate.de unter Mehrweginitiativen in Deutschland.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Auswirkungen und Ausblick zur finanziellen Förderung Mehrweg

Die verbindliche finanzielle Förderung von Mehrwegverpackungen könnte auch lokal weitreichende Folgen haben. Insbesondere Unternehmen, Gastronomie und Handel profitieren von stabileren Strukturen und Investitionsmöglichkeiten in nachhaltige Verpackungslösungen. Dies wirkt sich positiv auf den Klima- und Ressourcenschutz vor Ort aus.

Zudem können durch die festgelegte Finanzierung Erhöhungen bei Einweggebühren vermieden werden, da ein zielgenauer Fördermechanismus geschaffen wird. Die Bundesländer planen, ihre Forderungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren beharrlich zu verfolgen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet dies eine verstärkte Verfügbarkeit umweltfreundlicher Mehrwegangebote in den kommenden Jahren.

Weitere Entwicklungen sowie regionale Umsetzungen werden auf regionalupdate.de laufend begleitet.

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