Der deutsche Einzelhandel musste im Februar 2026 einen leichten Dämpfer hinnehmen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, sank der Umsatz gegenüber dem Vormonat Januar kalender- und saisonbereinigt real um 0,6 % und nominal um 0,7 %. Damit setzt sich die schwache Tendenz vom Jahresbeginn fort, wobei die Rückgänge im Februar etwas moderater ausfielen als im revidierten Vormonat.
Rückgang zum Vormonat, leichtes Plus zum Vorjahr
Trotz des monatlichen Rückgangs zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresmonat Februar 2025 ein leicht positives Bild: Der Umsatz stieg real um 0,7 % und nominal um 1,6 %. Die Differenz zwischen realem und nominalem Ergebnis spiegelt dabei das nach wie vor bestehende Preiswachstum im Einzelhandel wider.
Für den Januar 2026 wurden die vorläufigen Zahlen zudem revidiert: Der reale Umsatzrückgang gegenüber Dezember 2025 war mit -1,1 % (zuvor vorläufig -0,9 %) deutlicher als zunächst angenommen.
Die Zahlen im Überblick (Februar 2026):
- Veränderung zum Vormonat (Januar 2026):
- Real (preisbereinigt): -0,6 %
- Nominal (nicht preisbereinigt): -0,7 %
- Veränderung zum Vorjahresmonat (Februar 2025):
- Real (preisbereinigt): +0,7 %
- Nominal (nicht preisbereinigt): +1,6 %
Ausblick und Einordnung
Die aktuellen Daten verdeutlichen, dass sich der Einzelhandel in einer schwierigen Phase befindet. Während die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht wachsen, sorgt die monatliche Entwicklung für Unsicherheit. Experten führen die verhaltene Konsumstimmung unter anderem auf die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit und die preisbedingte Kaufkraftminderung bei den Verbrauchern zurück.
Detaillierte Informationen und weitere Statistiken zum Einzelhandel finden Interessierte im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de.

