Energiepreise im 2. Halbjahr 2025: Haushalte zahlen mehr für Strom und Gas – Industrie profitiert von sinkenden Gaspreisen

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Die Energiekosten für private Haushalte in Deutschland sind in der zweiten Jahreshälfte 2025 leicht angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, mussten Verbraucher sowohl für Strom als auch für Erdgas tiefer in die Tasche greifen als noch im ersten Halbjahr desselben Jahres. Während die Preise im Vergleich zum Vorjahr (2024) teilweise leicht rückläufig sind, zeigt der langfristige Vergleich zur Zeit vor der Energiekrise (2021) weiterhin ein massiv erhöhtes Preisniveau.

Gaspreise: Haushalte zahlen fast 80 % mehr als 2021

Private Haushalte zahlten im 2. Halbjahr 2025 durchschnittlich 12,23 Cent je Kilowattstunde Erdgas. Das entspricht einem Anstieg von 0,8 % gegenüber der ersten Jahreshälfte.

Besonders deutlich wird die Belastung im historischen Rückblick: Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2021 – dem Zeitraum vor dem russischen Angriff auf die Ukraine – liegen die Gaspreise für Haushaltskunden um 79,1 % höher.

Interessant ist die gegensätzliche Entwicklung im Industriesektor (Nicht-Haushalte): Hier sanken die Gaspreise im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 deutlich um 8,4 %.

Strompreise: Haushalte bei über 40 Cent pro Kilowattstunde

Auch beim Strom gab es für Privatpersonen eine Preissteigerung. Mit durchschnittlich 40,55 Cent je Kilowattstunde stiegen die Kosten im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025 um 1,6 %.

Obwohl die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2. Halbjahr 2024) um 1,6 % nachgaben, verharren sie auf einem hohen Niveau: Gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2021 zahlen Stromkunden heute fast ein Viertel mehr (+23,4 %).

Für Nicht-Haushaltskunden (Industrie und Gewerbe) blieben die Strompreise mit einem leichten Rückgang von 0,6 % nahezu stabil.

Zusammenfassung der Preisentwicklung (2. Halbjahr 2025 zu 1. Halbjahr 2025):

  • Strom (Haushalte): +1,6 % (40,55 Cent/kWh)
  • Strom (Industrie): -0,6 %
  • Gas (Haushalte): +0,8 % (12,23 Cent/kWh)
  • Gas (Industrie): -8,4 %

Die Daten verdeutlichen, dass sich die Energiepreise zwar von ihren extremen Höchstständen während der Krise entfernt haben, für private Verbraucher aber weiterhin eine deutlich höhere Grundbelastung darstellen als noch vor vier Jahren.

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