BDEW: Preissignal des EU-ETS bis 2030 sichern

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Die EU-Kommission hat einen Vorschlag zur Aussetzung der Löschung von Zertifikaten aus der Marktstabilitätsreserve präsentiert. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, äußert sich besorgt über mögliche Auswirkungen auf das Preissignal des Emissionshandels bis 2030.

EU-Kommission kündigt Reform des ETS an

Die EU-Kommission hat einen Vorschlag zur Aussetzung der Löschung von Zertifikaten aus der Marktstabilitätsreserve (MSR) vorgelegt, die für die zukünftige Stabilität des Emissionshandels von entscheidender Bedeutung ist. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßt die Initiative und betont die Bedeutung der bevorstehenden Reform des EU-Emissionshandelssystems (ETS) 1, die für Sommer 2026 geplant ist.

Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz im Fokus

Kerstin Andreae, die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, bemerkt, dass die Änderungen darauf abzielen, Carbon Leakage zu verhindern – also das Abwandern von Unternehmen aus Europa aufgrund höherer Klimaschutzauflagen. Gleichzeitig soll die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in der Europäischen Union gestärkt werden. Andreae betont jedoch, dass der aktuelle Vorschlag nur kurzfristige Auswirkungen auf den Preis haben könnte. Mittel- bis langfristig könnte eine Erhöhung der Reservemenge jedoch das Preissignal dämpfen.

Langfristige Stabilität für Investitionen notwendig

Für die Energiewirtschaft sind verlässliche und planbare Rahmenbedingungen essenziell. Nur mit einem stabilen Preissignal können Investitionen in die notwendige Transformation der Branche getätigt werden. Andreae fordert daher, dass der ETS als glaubwürdiges und marktbasiertes Instrument erhalten bleibt. Zudem sind innovative Lösungen gefragt, die sowohl Vorreiter im Bereich der Dekarbonisierung unterstützen, als auch Unternehmen aus schwer zu dekarbonisierenden Sektoren den Weg zur Klimaneutralität erleichtern. Besonders die Weiterentwicklung von Dekarbonisierungsoptionen, wie der Elektrifizierung und der Nutzung von Wasserstoff, sieht Andreae als wichtige Zielrichtung.

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