Heilsarmee fordert ganzjährige Notunterkünfte gegen Kälte

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Die Heilsarmee Deutschland fordert dringend flexible Notunterkünfte für Obdachlose, um Kältetoten vorzubeugen. Anlässlich aktueller Zahlen zur Kältehilfe warnt die Organisation vor den Gefahren von Unterkühlung.

Kalte Temperaturen und ihre Gefahren

Die Heilsarmee Deutschland, Teil der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W), hat auf dramatische Zahlen zur Kältehilfe aufmerksam gemacht. Nach Angaben des BAG W starben zwischen Oktober 2025 und März 2026 mindestens 14 wohnungslose Menschen in Deutschland an den Folgen von Kälte. Diese erschreckenden Zahlen beruhen auf einer sorgfältigen Auswertung von Presseberichten und sind nur ein Minimum, da viele Todesfälle unentdeckt oder nicht öffentlich bekannt sind.

Notunterkünfte müssen ganzjährig verfügbar sein

Alexandros Schmachtel, Direktor Programm Soziales von der Heilsarmee, betont die Notwendigkeit, sich von den saisonalen Grenzen der Kältehilfe zu lösen. Viele Städte schließen ihre zusätzlichen Notunterkünfte am 1. April, obwohl die Gefahr von Kälte und Unterkühlung auch bei milderen Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius besteht. Insbesondere durchnässte Kleidung und gesundheitliche Vorbelastungen können das Risiko erhöhen, auch bei Temperaturen, die nicht als extrem gelten.

Die Heilsarmee fordert daher, dass Notunterkünfte und Unterstützungsangebote ganzjährig verfügbar und flexibel gestaltet werden. Dies würde nicht nur Obdachlosen im Winter, sondern auch in Hitzeperioden zugutekommen, die ebenfalls gesundheitliche Risiken bergen können. Durch eine bessere Vorbereitung könnten Städte und Gemeinden die Sicherheit und das Wohlbefinden ihrer obdachlosen Bürger gewährleisten.

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