DIHK fordert Fortschritt bei europäischer Investmentunion

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Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) drängt auf eine schnellere Umsetzung der europäischen Savings- and Investmentunion. Um den Herausforderungen des globalen Wettbewerbs und hoher Transformationskosten zu begegnen, ist ein integrierter Kapitalmarkt unerlässlich.

Notwendigkeit einer europäischen Kapitalmarktunion

Die DIHK hebt hervor, dass der Aufbau einer europäischen Savings- and Investmentunion (SIU) dringend beschleunigt werden muss. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und steigender Wettbewerbsdruck sind tiefere, intergrierte Kapitalmärkte notwendig, die Unternehmen in allen Entwicklungsphasen zuverlässig mit Kapital versorgen. Rainer Kambeck, Bereichsleiter Wirtschafts- und Finanzpolitik, erklärt, dass ein integrierter Kapitalmarkt etablierte Unternehmen, Start-ups und Scale-ups gleichermaßen unterstützen kann.

Kapitalmarktfinanzierung dringend stärken

Der Kapitalmarkt in der EU ist nach wie vor stark fragmentiert. Während Unternehmen in den USA häufig auf Kapitalmarktfinanzierung zurückgreifen, sind europäische Firmen noch stark von Bankkrediten abhängig. Diese Abhängigkeit ist historisch gewachsen, führt jedoch dazu, dass viele innovative Geschäftsmodelle nicht die nötigen Kapitalmengen erhalten, um schnell zu wachsen. Deshalb plädiert Kambeck für zusätzliche Finanzierungsalternativen, die neuartige Geschäftsmodelle fördern und somit schnelle Skalierungen ermöglichen.

Europäische Innovation vorantreiben

Die DIHK warnt, dass Europa im Bereich Wagniskapital im Vergleich zu den USA entscheidend zurückfällt. Ein europäischer Markt könnte es jungen, innovativen Unternehmen ermöglichen, schnell zu wachsen und die Abwanderung in die USA zu verhindern. Kambeck fordert daher bessere Rahmenbedingungen für Börsengänge, attraktivere Exit-Märkte und ein regulatorisches Umfeld, das Investitionen erleichtert. Zudem sollten Verbriefungen als Bindeglied zwischen Bank- und Kapitalmarktfinanzierung näher betrachtet und optimiert werden.

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