Im Kreis Coesfeld trafen sich Anlieger der Windenergieanlagen in Senden Ottmarsbocholt mit Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Bei diesem Austausch wurden unterschiedliche Sichtweisen und Wahrnehmungen der Betriebsgeräusche diskutiert.
Austausch über Windenergieanlagen in Senden Ottmarsbocholt
Am 16. April 2026 kamen im Kreis Coesfeld Anlieger der Windenergieanlagen in Senden Ottmarsbocholt zu einem persönlichen Austausch mit Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr zusammen. Dabei waren auch Bürgermeister Sebastian Täger und Vertreter der Betreibergesellschaft anwesend. Ziel dieses Treffens war es, einen Dialog zwischen den Betroffenen und den Betreibervertretern zu fördern, um Transparenz über die rechtlichen und fachlichen Rahmenbedingungen des Betriebs der Windenergieanlagen zu schaffen.
Kontroversen und unterschiedliche Wahrnehmungen
Während des Treffens hatten die Anlieger die Möglichkeit, ihre Auffassungen zu äußern und Bedenken hinsichtlich der Betriebsgeräusche Einblicke zu geben. Viele berichteten von Störungen durch die Geräusche der Anlagen und äußerten Zweifel am ordnungsgemäßen Betrieb. Die Betreiber hingegen vertraten die Ansicht, dass die vorliegenden Messdaten die ordnungsgemäße Einhaltung der Genehmigungsauflagen bestätigen. Diese gegensätzlichen Positionen führten zu einer lebhaften Diskussion.
Rechtliche Rahmenbedingungen und nächste Schritte
Der Kreis Coesfeld erläuterte die rechtlichen Grundlagen des Genehmigungsverfahrens sowie der Emissionsmessungen. Den Anliegern wurde mitgeteilt, dass unter den gegenwärtigen Umständen kein behördliches Handeln erforderlich sei. Es wurde vereinbart, dass der Kreis auch weiterhin als Bindeglied zwischen den Anliegern und den Projektierern fungieren wird. Zudem sollen Zeiten mit besonders stark wahrnehmbaren Betriebsgeräuschen dokumentiert und an die Betreiber weitergeleitet werden, um potenzielle Auffälligkeiten im Betrieb gemeinsam zu überprüfen.
Ein aktueller Kurzmessbericht eines Messinstituts stellt fest, dass es keine Auffälligkeiten hinsichtlich der Schallemissionen gibt. Die Anlieger hatten sich bereits seit der Inbetriebnahme der Anlagen im letzten Jahr mit ihrer Problematik an die zuständigen Behörden gewandt. Der Kreis Coesfeld zeigte sich offen und reagierte auf zahlreiche Hinweise, auch durch eigene Beobachtungen vor Ort in den Abend- und Nachstunden.

