Die Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) drängt auf schnelle Entscheidungen zu energiepolitischen Gesetzesvorhaben. Die Vorsitzende Kerstin Andreae betont die Dringlichkeit, fossile Importe zu reduzieren und den Netzausbau voranzutreiben.
Dringende Gesetzesvorhaben für die Energiewende
In der aktuellen Debatte um entscheidende energiepolitische Gesetzesvorhaben hat die BDEW-Vorsitzende Kerstin Andreae betont, dass die Bundesregierung zügige Entscheidungen treffen muss. Angesichts der geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere durch die Sperrung der Straße von Hormus, haben die Verfügbarkeit und Preise von Öl und Erdgas spürbare Auswirkungen. Andreae fordert eine schnelle Transformation des Energiesystems, um die Menge fossiler Importe zu reduzieren. ‘Die Transformation darf nicht auf die lange Bank geschoben werden’, so Andreae.
Netzausbau und erneuerbare Energien beschleunigen
Ein zentrales Anliegen ist der schnellere Ausbau der Erneuerbaren Energien und der notwendigen Netzinfrastruktur. Andreae kritisiert den durchschnittlichen Realisierungszeitraum von 10 Jahren für den Netzausbau als inakzeptabel für einen Industriestandort wie Deutschland. Sie schlägt vor, das Infrastruktur-Zukunftsgesetz um Maßnahmen zum Stromnetzausbau zu ergänzen, um bürokratische Hürden abzubauen. Hierbei sollen unter anderem die komplexen Umweltprüfungen zugunsten eines vereinfachten Screenings reduziert werden, um Verfahren effizienter zu gestalten.
Kraftwerksstrategie für stabile Energieversorgung
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Umsetzung der Kraftwerksstrategie. Um Dunkelflauten zu überwinden, sind flexibel regelbare Gaskraftwerke notwendig, die perspektivisch auf klimaneutralen Wasserstoff umgestellt werden sollen. Zusätzlich spielen Großbatteriespeicher und Flexibilitäten auf der Verbrauchsseite eine zentrale Rolle. Andreae weist darauf hin, dass die Zeit drängt: ‘Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, es ist bereits zwölf.’ Um den Kohleausstieg wie geplant umzusetzen, sind jetzt verlässliche Rahmenbedingungen notwendig.

