Anlässlich des Tag des Baums am 25. April fordert der BUND, Städte besser um ihr Stadtgrün zu kümmern. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Menschen mehr schattenspendende Bäume und mehr politische Anstrengungen für Stadtbäume wünschen.
Aktuelle Umfrage zeigt Wunsch nach mehr Stadtbäumen
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Städten mit über 100.000 Einwohnern in einer aktuellen Umfrage auf den Zahn gefühlt. Die Ergebnisse sind eindeutig: Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) ist unzufrieden mit der Pflege von Straßenbäumen und Parks. Über zwei Drittel (68 Prozent) wünschen sich mehr schattenspendende Bäume in ihren Städten. Dies wird besonders dringlich, da Hitze- und Dürreperioden aufgrund der Klimakrise zunehmen.
Bäume als Klimaanlage der Stadt
Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, unterstreicht die Notwendigkeit, die Städte grüner zu gestalten: „Die Bürgerinnen möchten lebenswerte Städte mit mehr Grün. Doch diese Stadtnatur steht unter Druck. Flächen werden für Neubauten genutzt, und Straßenbäume und Grünflächen leiden darunter.“ Er hebt hervor, dass Bäume nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch eine positive Wirkung auf das Klima und die Artenvielfalt haben. Angesichts der aktuellen Wetterlagen benötigen Straßenbäume jetzt dringend Wasser, um sich im Frühjahr gut entwickeln zu können.
Langfristige Lösungen und Bürgerengagement
Die BUND-Umfrage zeigt auch, dass in Städten wie Salzgitter, Gelsenkirchen und Hannover besonders viele Menschen auf politische Maßnahmen drängen, während in Gebieten wie dem Rheinisch-Bergischen Kreis oder Heidelberg eine bessere Pflege zu beobachten ist. „Es ist wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger aktiv werden können. Initiativen wie Gießgruppen oder Bürgergärten könnten einen entscheidenden Beitrag leisten“, fordert Bandt. Die Politik steht vor der Herausforderung, Städtestrukturen an die klimatischen Veränderungen anzupassen und dabei die Einwohner:innen als Partner zu gewinnen.

