BUND warnt vor neuen Atomprojekten in Deutschland

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Anlässlich des 40. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe haben der BUND und die ukrainische Organisation Ecoaction eine klare Ablehnung weiterer Atomkraftprojekte geäußert. Sie mahnen, die Gefahren der Atomkraft nicht zu unterschätzen und plädieren für den fortgesetzten Ausbau erneuerbarer Energien.

Tschernobyl als Mahnung

Am 26. April 1986 fand die bisher verheerendste Atomkatastrophe in Tschernobyl statt. Über 300.000 Menschen mussten aufgrund der Explosion des Atomkraftwerks ihre Heimat verlassen, und Tausende wurden durch die Strahlung geschädigt. Trotz dieser grausamen Ereignisse sehen führende Politiker, insbesondere aus der Union, die Möglichkeit eines Wiedereinstiegs in die Atomenergie. Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, stellt klar: „Die Technologie ist und bleibt hochgefährlich.“ Die ernsthafte Gefährdung, die von Atomkraftwerken ausgeht, dürfe nicht leichtfertig diskutiert werden.

Risiken und Alternativen

Die Diskussion um die Rückkehr zur Atomkraft blendet die Realität aus: Es gibt keine sicheren, kostengünstigen oder ‚kleinen‘ Reaktoren. Der BUND appelliert daran, die wertvollen Ressourcen in den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren. Bandt weist darauf hin, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland mittlerweile 60 Prozent erreicht hat. Neue Atomprojekte, so argumentiert er, erschweren diesen Fortschritt und binden finanzielle Mittel, die anderweitig sinnvoller eingesetzt werden könnten.

Internationale Perspektiven

Ein weiterer kritischer Punkt, den Bandt anführt, ist die bedenkliche Zusammenarbeit mit russischen Unternehmen in der Energiebranche. Die geplante Erweiterung einer Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen, die gemeinsam mit Rosatom betrieben werden soll, könnte die EU in eine gefährliche Abhängigkeit bringen. „Währenddessen wird das AKW Saporischschja in der Ukraine von russischen Soldaten besetzt. Die Bundesregierung muss handeln und Projekte, die die nationale Sicherheit gefährden, sofort stoppen“, fordert Bandt.

Olexi Pasyuk von Ecoaction betont die existenziellen Gefahren, die Atomkraft mit sich bringt. Die Erinnerung an die Tschernobyl-Katastrophe ist in der Ukraine allgegenwärtig, und Pasyuk macht deutlich, dass das zentralisierte Stromsystem in Kriegszeiten besonders angreifbar ist. Europe dürfe die Lehren aus der Vergangenheit nicht vergessen. Statt auf die Nuklearindustrie zu setzen, solle der Fokus auf nachhaltige Energiequellen gelegt werden.

Der BUND hat gemeinsam mit über 30 weiteren Initiativen ein starkes Zeichen gegen die Atomkraft gesetzt und die Notwendigkeit einer konsequenten Energiewende ohne Atomkraft betont. Es gibt klare Alternativen, die sicher und umweltfreundlich sind.

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