Welt-Lupus-Tag 2026: Sichtbarkeit für SLE-Betroffene

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Am 10. Mai 2026 steht der Welt-Lupus-Tag im Zeichen der Aufklärung über systemischen Lupus erythematodes (SLE). Besonders die oftmals unsichtbaren Symptome und deren emotionalen Belastungen sollen in den Fokus gerückt werden. Eine frühzeitige Diagnose und adäquate Therapie sind entscheidend für die Lebensqualität der Betroffenen.

Unsichtbare Symptome und ihre Auswirkungen

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine Autoimmunerkrankung, die vor allem Frauen nach der Pubertät betrifft. In Deutschland sind zwischen 39.000 und 49.800 Menschen betroffen. Viele der Symptome, wie chronische Ermüdung und Schmerzen, sind für Außenstehende nicht sichtbar, während Hautveränderungen wie das Schmetterlingserythem im Gesicht auffällig sind. Laura Pampus, eine betroffene Patientin, sagt: „Auch wenn ich schwer krank bin, möchte ich auf nichts verzichten. Ich möchte die gleichen Dinge machen wie gesunde Menschen.“

Mentaler Druck und Lebensqualität

SLE beeinträchtigt nicht nur den Körper, sondern auch die psychische Gesundheit der Betroffenen. Über 70% der Patienten berichten von Angstgefühlen, 61% von Stimmungsschwankungen und etwa die Hälfte leidet unter Depressionen. Die Diagnose dieser psychischen Belastungen erfolgt oft verzögert oder bleibt unentdeckt. Etwa die Hälfte der Patienten ist daher aufgrund der Krankheit oder der Therapie nicht arbeitsfähig. Eine frühzeitige Diagnosestellung und zielgerichtete Therapien können die Lebensqualität jedoch wesentlich verbessern.

Den Lupus im Griff halten

SLE verläuft in Schüben, weshalb eine angepasste Behandlung entscheidend ist. Ziel ist es, die Krankheitsaktivität niedrig zu halten und Schübe zu verhindern. Um die Remission zu erreichen, können verschiedene Medikamente eingesetzt werden, wobei die Therapie individuell angepasst werden sollte. Der persönliche Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen kann eine wertvolle Unterstützung bieten. Plattformen wie der Instagram-Kanal „Mein Lupus & Wir“ bieten zudem eine Community, in der Betroffene Informationen und Tipps austauschen können.

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