ALfA kritisiert Kinderwunschmesse in Berlin scharf

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Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) hat die in Berlin stattfindende Kinderwunschmesse „Men Having Babies“ scharf kritisiert. Der Verein fordert den Berliner Senat auf, alle Möglichkeiten zur Bekämpfung der kommerziellen Leihmutterschaft auszuschöpfen.

Kritik an der Messe „Men Having Babies“

Die Konferenz „Men Having Babies“, die am 7. Mai 2026 in Berlin beginnt, steht im Mittelpunkt der Auseinandersetzung um das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland. Die ALfA, eine Vereinigung, die sich für das Lebensrecht und die Würde von Menschen einsetzt, sieht in der Veranstaltung eine klare Förderung einer Praxis, die in Deutschland gesetzlich untersagt ist. Cornelia Kaminski, Bundesvorsitzende der ALfA, äußert scharfe Kritik an den Programmen und Angeboten, die auf der Messe vorgestellt werden.

Leihmutterschaft als Geschäftsmodell

„Men Having Babies“ stellt eine Plattform für schwule Männer und Transpersonen dar, die eine Familie gründen möchten. Dabei wird ihnen der Zugang zu Agenturen, Kliniken und rechtlichen Beratern eröffnet, die mit Leihmutterschaft in Verbindung stehen. Kaminski hebt hervor, dass die Messe mit Angeboten wie dem „Gay Parenting Assistance Program“ und dem „Membership Benefits Program“ gezielt finanzielle Anreize schafft, um eine künstliche Nachfrage nach Leihmutterschaft zu erzeugen.

„Diese Programme erzeugen nicht nur eine ungesunde Marktdynamik, sie fördern auch die Vorstellung, dass Kinder wie Produkte bestellt werden können“, so Kaminski weiter. Der Eindruck, dass es sich um eine Verkaufsveranstaltung handelt, verstärkt sich durch die Möglichkeit für Teilnehmer, Beratungsgespräche zu führen und Rabatte bei verschiedenen Dienstleistern in Anspruch zu nehmen.

Die menschenverachtende Realität der Leihmutterschaft

Kaminski betont zudem die ethischen Bedenken, die mit der Leihmutterschaft verbunden sind. Frauen, die Leihmütter werden, würden in ein abweisendes Abhängigkeitsverhältnis gedrängt, während potentielle Eltern eher als Kunden und Kinder als Produkte wahrgenommen werden. Diese Dynamik führt zu einer unverantwortlichen Kommerzialisierung von reproduktiven Rechten. „Die beschönigende Bezeichnung ‘Leihmutter’ verdeckt die problematischen Aspekte der Praxis. Dabei handelt es sich um eine Form von Ausbeutung“, kritisiert Kaminski.

Angesichts dieser kritischen Perspektive erklärt Kaminski: „Deutschland hat gute Gründe, Leihmutterschaft zu verbieten. Die Diskussion um verharmlosende Begriffe und die Berichterstattung über ‘Babyglück’ bei Prominenten dürfen nicht davon ablenken, dass echte Frauen und Kinder in diesen Prozessen stark betroffen sind.“ Der Berliner Senat sei gefordert, entschlossen gegen diese Praktiken vorzugehen und bestehende Verbote durchzusetzen. Der erste Schritt könnte sein, die Werbung für Leihmutterschaft konsequent zu unterbinden.

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