Hannover führt in Niedersachsen bei Schusswaffen

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Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass Hannover die Region mit den meisten registrierten Schusswaffen in Niedersachsen ist. Die Polizeigewerkschaft macht dafür ein wachsendes Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung verantwortlich.

Registrierte Schusswaffen in Niedersachsen

Die aktuellen Zahlen zur Bewaffnung in Niedersachsen zeigen, dass die Region Hannover mit gut 41.800 Schusswaffen an der Spitze steht. Auf den folgenden Plätzen rangieren die Landkreise Gifhorn mit etwa 40.500 und Emsland mit rund 37.000 registrierten Waffen. Auch der Landkreis Osnabrück, mit rund 34.700 Waffen, sowie Harburg mit etwa 29.200 Waffen zählen zu den Spitzenreitern. In Schleswig-Holstein belegt der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit circa 28.900 registrierten Schusswaffen die vorderste Position.

Wachsende Unsicherheit und Bewaffnungstrend

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht in diesen Zahlen einen alarmierenden Trend zur zunehmenden Selbstbewaffnung in der Bevölkerung. „Die Menschen haben das Gefühl, sich selbst schützen zu müssen, da sie das Vertrauen in den Rechtsstaat verlieren“, erklärt GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke. Dies könne unter anderem daran liegen, dass Gerichtsverfahren oft langwierig und der Einfluss von Rechtsprechung als unzureichend wahrgenommen wird.

Stadt-Land-Gefälle und problematische Entwicklungen

Ein deutliches Stadt-Land-Gefälle zeigt sich in den erfassten Zahlen. So sind in städtischen Gebieten wie Delmenhorst (rund 2.300 Waffen), Wilhelmshaven (rund 2.000) und Flensburg (rund 1.800) die Zahlen signifikant niedriger als in ländlichen Regionen. Die Polizeigewerkschaft führt dies auf die hohe Anzahl von Jägern und Sportschützen zurück, die durch umfangreiche Schulungen und Sicherheitsvorkehrungen als weniger besorgniserregend gelten. Doch besorgniserregend sind Entwicklungen hin zu einer Bewaffnung durch Menschen mit einer besonderen Faszination für Waffen oder durch Unsicherheit getriebenen Motiven. Diese Gruppen könnten eine größere Gefährdung darstellen, als es die traditionelle Jägerschaft tut.

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