Die Erzeugergemeinschaft Südbayern eG hat 51 Prozent der Anteile an ihren Schlachthöfen in Landshut und Vilshofen an die Norbert Marcher GmbH verkauft. Diese Übernahme soll die regionale Wettbewerbsfähigkeit stärken und eine nachhaltige Zukunft für die Standorte schaffen.
Übernahme der Mehrheitsbeteiligung
Die Erzeugergemeinschaft Südbayern eG hat ihre Mehrheitsbeteiligung an der EG Südbayern Schlachtbetriebs GmbH verkauft. 51 Prozent der Anteile gehen an die Norbert Marcher GmbH, die ihren Sitz in Villach hat. Die Transaktion ist noch abhängig von kartellrechtlichen Freigaben, tritt aber mit dem Abschluss in Kraft und sieht die vollständige operative und industrielle Führung der Betriebe in Landshut und Vilshofen durch Marcher vor.
Strategische Weiterentwicklung der Schlachthöfe
Der Verkauf ist Teil einer strategischen Neuorientierung, die einen Strukturwandel im süddeutschen Schlacht- und Fleischmarkt berücksichtigt. „Wir haben einen Partner gesucht, der Verantwortung übernimmt und sich zu unseren Standorten bekennt“, erklärt Erwin Hochecker, Vorstandsvorsitzender der EG Südbayern. Die Zusammenarbeit mit Marcher soll die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessern und die Rolle der Schlachtbetriebe in der regionalen Wertschöpfungskette festigen.
Die Ziele der Norbert Marcher GmbH
Norbert Marcher, geschäftsführender Gesellschafter, betont: „Wir glauben an die Zukunft von Fleisch und die Stärke der bayrischen Landwirte. Unsere Zusammenarbeit mit der EG Südbayern wird uns helfen, den deutschen Markt zu erobern.“ Marcher ist eine etablierte Unternehmensgruppe mit umfassender Erfahrung im Bereich der Fleischverarbeitung und sieht in der Übernahme der bayerischen Betriebe eine Chance zur Expansion und zur Stärkung der regionalen Fleischwirtschaft.
Die EG Südbayern, gegründet 1967 und heute eine der größten Genossenschaften in Süddeutschland, vertritt über 9.000 Mitgliedsbetriebe und ist ein zentraler Akteur in der Landwirtschaft der Region. Die Schlachtbetriebe in Landshut und Vilshofen spielen hierbei eine entscheidende Rolle für die Wertschöpfung und Versorgungssicherheit in Südbayern.
Dank der industriellen Stärke der Marcher Gruppe, die über ein Netzwerk aus zahlreichen Standorten in Österreich verfügt, wird eine bruchsichere Markenstrategie angestrebt. Die bestehende Struktur der Betriebe bleibt unberührt, und die Übernahme erfolgt reibungslos, sodass alle Geschäftsbeziehungen und Arbeitsverhältnisse fortbestehen.

