In Porta Westfalica beginnt mit dem EFRE-Förderaufruf „Erlebnis.NRW“ ein ambitioniertes Tourismusprojekt. Das Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen will die Bergbau- und Erdgeschichte mit neuen Angeboten erlebbar machen.
Innovative Erlebnisräume im Fokus
Das Besucher-Bergwerk und Museum Kleinenbremen (BBMK) hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Mit dem Start des EFRE-Förderaufrufs „Erlebnis.NRW“ wird eine neue Ära eingeleitet, in der Bergbaugeschichte, Erdgeschichte sowie Bildung durch innovative Konzepte miteinander verknüpft werden. Ziel ist es, einen modernen und barrierearmen touristischen Standort im Teutoburger Wald zu schaffen, der Besucher das ganze Jahr über anzieht.
Weg der Bergleute als zentrale Attraktion
Herzstück des Projekts wird der neu gestaltete „Weg der Bergleute“ sein, der die Besucher auf eine Reise durch die Geschichte des Eisenerzes mitnimmt. Von der Entstehung über den Tagebau bis hin zur faszinierenden Untertagewelt des Bergwerks werden die Informationen auf interaktive und ansprechende Weise präsentiert, um den heutigen Erwartungen an Digitalisierung und Inklusion gerecht zu werden. Eryk Löbner, Tourismusmanager des Kreises Minden-Lübbecke, betont die Importance der Authentizität des Standorts, während gleichzeitig moderne Erlebnisse geschaffen werden.
Integration des Natur- und UNESCO Geoparks TERRA.vita
Ein besonderes Highlight ist die Umgestaltung des Eingangsbereichs des Museums. Das „Tor Ost“ des Partners Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita wird als neues Informations- und Besucherzentrum gestaltet, das die geologischen Besonderheiten der Region verdeutlicht. Dies wird nicht nur Besucher anziehen, sondern auch auf die weiteren Erlebnisorte im Geopark und im Teutoburger Wald hinweisen.
Zusätzlich wird der angrenzende Steinbruch in das gesamte Erlebnis integriert. Durch neue Entdeckerstationen, einen Rundweg und eine Aussichtsplattform haben Besucher direkten Zugang zur Erdgeschichte sowie zur einzigartigen Biodiversität der Region. Die Modernisierung der Ausstellungsflächen wird durch mithilfe von Virtual-Reality-Anwendungen und interaktiven Stationen die Geschichte für alle zugänglich machen.
Ricarda Hirschmeier, stellvertretende Geschäftsführerin des Geoparks, sieht in diesem Projekt eine Möglichkeit, die bestehende Infrastruktur in den Bereichen Tourismus und Bildung nachhaltig zu stärken. „Mit dem Projekt stärken wir nicht nur einen außergewöhnlichen Standort, sondern auch die Präsenz und die bestehenden Kooperationen von TERRA.vita in Nordrhein-Westfalen nachhaltig“, sagt sie.
Die ersten Schritte des Projekts umfassen vorbereitende bauliche Maßnahmen sowie die Entwicklung eines Marketingkonzepts. Die Wiedereröffnung des neu gestalteten Museums ist für das Jahr 2029 geplant, was nicht nur eine Bereicherung für die Region, sondern auch für die Tourismuslandschaft in Nordrhein-Westfalen darstellt.

