Allergikerfreundliches Bauen: Neues QualitätsSiegel vorgestellt

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Allergien nehmen in Deutschland stetig zu, während Allergene in Innenräumen oft unbemerkt bleiben. UBM Development führt ein neues Qualitätssiegel für allergikerfreundliches Bauen ein, das den Fokus auf Innenraumgesundheit legt.

Die Herausforderung der Allergien in Innenräumen

Bei Allergien denkt man in der Regel an Pollen, die im Frühling und Sommer die Betroffenen plagen. Doch die Gefahren lauern häufig in den eigenen vier Wänden. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die Schadstoffkonzentrationen in Innenräumen bis zu 30 Mal höher als im Freien. Im Schnitt verbringen Menschen 80 bis 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen. Dies hat direkte gesundheitliche Auswirkungen, insbesondere auf Allergiker, die durch flüchtige organische Verbindungen sowie Schadstoffe in Baumaterialien und Möbeln zusätzlich belastet werden.

Innovativer Lösungsansatz

UBM Development, ein führender Anbieter von Holz-Hybrid-Bauweisen, hat sich dieser Problematik angenommen und plant die Einführung eines speziellen Siegels für allergikerfreundliche Gebäude. Gemeinsam mit der Allergy Friendly Buildings Alliance (AFBA) und internationalen Experten wird ein medizinisch-wissenschaftliches Qualitätssiegel entwickelt, das den Gesundheitsaspekt von Gebäuden berücksichtigt. „Wir müssen medizinisches Wissen stärker in die Baupraxis integrieren“, fordert Angela Balatoni, Gründerin der AFBA. Diese Initiative soll den Austausch zwischen Medizin und Architektur fördern und so gesundheitsbewusstes Bauen möglich machen.

Positive Effekte durch Holzbau

Die Holz-Hybrid-Bauweise hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen. Studien belegen, dass der Einsatz von Holz in Innenräumen positive Effekte auf das Raumklima, Wohlbefinden und das Immunsystem hat. „Das Thema Allergien wird von der Bau- und Immobilienbranche oft übersehen“, meint Christian Berger, Geschäftsführer von UBM Development Deutschland. „Wir sehen hier ein strukturelles Versäumnis, denn die richtigen Materialien können die Schadstoffbelastung erheblich reduzieren.“.
Bisher wurden gesundheitliche Aspekte von Gebäuden vor allem im Rahmen von Nachhaltigkeitszertifikaten behandelt, die häufig eher ökologische und ökonomische Kriterien berücksichtigen. Die Einbeziehung medizinischer Aspekte, wie die Pollenintensität bei der Pflanzenplanung, wird oftmals vernachlässigt, was als gravierender Fehler angesehen wird.
Die Nachfrage nach allergikerfreundlichen Wohn- und Arbeitsräumen dürfte in Anbetracht der steigenden Allergiezahlen weiter zunehmen. UBM Development geht mit gutem Beispiel voran: In München entsteht derzeit das Wohnprojekt Timber Living, das bereits vorab von der AFBA zertifiziert wurde und neben Wohnungen auch einen Kindergarten umfasst. Local players who act on health themes will not only contribute to individual well-being; they also play a crucial role in achieving broader social goals related to environmental, social, and corporate governance (ESG).

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