Cyberkriminalität: Jeder Zehnte betroffen in Deutschland

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Digitale Realität

Der Cyberkriminalitätsmonitor 2026 von BSI und Polizei legt offen, dass jeder zehnte Deutsche im vergangenen Jahr online kriminalisiert wurde. Besonders häufig sind Betrugsfälle im Onlinehandel betroffen.

Häufige Betrugsfälle im Internet

Der Cybersicherheitsmonitor 2026, erstellt vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Kooperation mit dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK), zeigt auf, wie stark Cyberkriminalität in der Bevölkerung verwurzelt ist. In den letzten zwölf Monaten erlebte jeder zehnte Befragte eine Straftat im Internet, wobei Betrug beim Onlineshopping die häufigste Form darstellt.

Präventionsmaßnahmen und Schwachstellen

BSI-Präsidentin Claudia Plattner betont die Notwendigkeit, Cybersicherheit im Alltag verständlicher zu gestalten. Viele Verbraucher suchen Informationen über ihre IT-Sicherheit erst, wenn sie betroffen sind. Während nur 14 Prozent der Befragten sich regelmäßig über Cybersicherheit informieren, geben 40 Prozent an, erst im Problemfall aktiv zu werden. Diese Lücken im Schutzverhalten machen die Bevölkerung anfällig für digitale Straftaten.

Die Polizei hat Fälle von Betrug beim Online-Einkauf, -Banking, sowie Phishing und Fremdzugriff auf Online-Accounts dokumentiert. Zunehmend sind die Täter durch gefälschte E-Mails aktiv. Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin und Vorsitzende des ProPK, hebt hervor, wie wichtig das Verständnis der Betrugsmaschen für die Aufklärung der Nutzer ist. „Das Zusammenspiel aus Prävention und Aufklärung ist entscheidend, um den digitalen Raum sicherer zu gestalten“, so Hinz.

Folgen der Cyberkriminalität

Die Auswirkungen von Cyberkriminalität sind für Betroffene spürbar. In der Umfrage berichteten 88 Prozent über erlittene Schäden, und ein Drittel der Befragten gab an, finanzielle Verluste erlitten zu haben. Um Betroffenen zukünftig besser helfen zu können, erweitern BSI und ProPK ihr Unterstützungsangebot. Auf ihren Webseiten stehen nun zwei neue „Checklisten für den Ernstfall“ zur Verfügung, die Verbrauchern Orientierung bei Betrugsfällen und Identitätsdiebstahl bieten.

Die diesjährige Befragung des Cybersicherheitsmonitors fand zwischen dem 6. und 12. Januar 2026 statt und umfasste 3.060 Personen ab 16 Jahren. Die gewonnenen Daten wurden nach Altersgruppen, Geschlecht, Bundesland und Bildungsstand gewichtet, um ein repräsentatives Bild der Bevölkerung zu liefern.

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