Konferenz Public IT: Künstliche Intelligenz in Behörden

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Am 28. und 29. Oktober findet in Hannover die ‚Public IT‘ Konferenz statt. Deutschlands Behörden-Digitalisierer präsentieren, wie neue Technologien Verwaltungsprozesse verbessern können.

Digitalisierung im Fokus der Public IT

Die Digitalisierung in deutschen Behörden nimmt Fahrt auf. Erstmals lädt Europas führendes IT- und Technikmagazin c’t zu einer speziellen Konferenz, die sich auf die digitale Transformation der Verwaltung konzentriert. Unter dem Titel ‚Public IT‘ treffen sich am 28. und 29. Oktober in Hannover zahlreiche Verantwortliche der Bundesagentur für Arbeit, Kommunen und Landesbehörden, um innovative Ansätze und Projekte vorzustellen, die die Implementierung neuer Technologien in die täglichen Abläufe fördern.

Impulsvorträge von Spitzenvertretern

Den Auftakt der zweitägigen Veranstaltung gestaltet Stefan Latuski, CIO der Bundesagentur für Arbeit. Diese größte deutsche Behörde gilt als Vorreiter in Sachen Digitalisierung und setzt bereits auf Cloud-Speicher sowie auf künstliche Intelligenz zur Automatisierung von Routineaufgaben. Am zweiten Tag der Konferenz gibt Dr. Alexander Georgiadis, IT-Chef des Landes Niedersachsen, Einblick in die Herausforderungen von Geschwindigkeit und Datensicherheit bei der Einführung neuer Technologien.

Fortschritte in den Kommunen

Besonders bemerkenswert sind die Fortschritte, die verschiedene Kommunen bereits erzielt haben. So hat die Stadt München ein KI-Tool entwickelt, das nach anfänglichen Schwierigkeiten jetzt erfolgreich in der gesamten Verwaltung implementiert ist. Fabian Reinold, Teamleiter für KI-Entwicklung in München, wird erläutern, welche Hürden überwunden werden mussten. Auch die Stadt Nürnberg zeigt Innovation: Durch eine Kombination einfacher Automatisierungsprogramme und komplexerer KI-Lösungen werden Verwaltungsabläufe effizienter gestaltet. Dr. Lina Harispuru von der Stadt Nürnberg wird anhand konkreter Projekte demonstrieren, wie diese Technologien gezielt eingesetzt werden können.

Ein weiterer zentraler Punkt der Public IT ist die Diskussion um die Zukunft von spezialisierter Behördensoftware. Thorsten Rode von der Stadt Nettetal betont, dass neue Technologien möglicherweise das Ende der Ära individueller Fachverfahren einläuten könnten. Flexiblere Werkzeuge könnten die Antwort auf die Fragen der Zukunft sein.

In puncto Datensicherheit werden ebenfalls Fortschritte präsentiert. Pamela Krosta-Hartl, Leiterin des Zentrums für Digitale Souveränität, stellt Kriterien vor, um die Abhängigkeit von großen Technologiekonzernen zu beurteilen. Dr. Patrick Grete vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt Einblicke in die häufigsten Fehler bei der Cloud-Nutzung und zeigt auf, wie Behörden Risiken vermeiden können.

Ein wichtiges Anliegen der Konferenz ist es, auch den Kommunen eine Plattform zu bieten. ‚Digitalisierung gelingt nur im föderalen Zusammenspiel‘, so Christian Wölbert, Leiter der Veranstaltung. Vertreter aus verschiedenen Bundesbehörden und Kommunen präsentieren ihre Digitalisierungsprojekte und setzen sich zudem mit der Modernisierung von Registern auseinander, sodass Bürger künftig Adressänderungen nur noch einmal melden müssen.

Die Public IT findet im Hannover Congress Centrum (HCC) statt, und es besteht die Möglichkeit, sich bis Ende August Tickets zum Frühbucherrabatt zu sichern. Weitere Informationen sind auf der Webseite public-it.de abrufbar.

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