Zukunft des Naturschutzgebiets Speller Dose gesichert

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Am 4. Mai 2026 fand im Speller Moorcafé ein wichtiges Informationstreffen zur Zukunft des Naturschutzgebiets Speller Dose statt. Ziel war es, mögliche Maßnahmen zur Wiedervernässung des Moores vorzustellen und Eigentümer über die ökologischen Vorteile zu informieren.

Informationstreffen und Teilnehmer

Das Treffen, organisiert von der Samtgemeinde Spelle, bot Raum für den Austausch zwischen Eigentümern, Experten und politischen Vertretern. Die Veranstaltung wollte nicht nur informieren, sondern auch Ängste und Perspektiven im Hinblick auf die geplante Wiedervernässung des Moires abbauen. Der Samtgemeindebürgermeister Matthias Sils eröffnete die Veranstaltung mit einem Überblick über den aktuellen Eigentumsstatus der 139 Parzellen im Gebiet und den wichtigen Funktionen des Moores.

Bedeutung der Wiedervernässung

Matthias Sils unterstrich, dass eine Wiedervernässung nicht nur ökologisch wertvoll ist, sondern auch das Mikroklima stabilisieren und die Grundwasserneubildung fördern kann. Ein weiterer Pluspunkt wird in der angestrebten Wiederherstellung des Moorlehrpfades gesehen, der sowohl die regionale Sichtbarkeit als auch den touristischen Nutzen steigern soll.

Dr. Niels Gepp vom Landkreis Emsland präsentierte anschließend die Bedeutung des Hochmoors für den Klimaschutz. „Die Speicherung von CO₂, die Förderung von Artenvielfalt und der Hochwasserschutz sind zentrale Aspekte, die wir berücksichtigen müssen“, so Gepp. Die vorgestellten Konzepte zur Wiedervernässung beinhalten das Schließen von Entwässerungsgräben und die Wiederherstellung typischer Moorvegetation.

Unterstützung für Landwirte und Eigentümer

Im Rahmen des Treffens sprach Dipl.-Ing. Anke Paulsen von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf die Sorgen der Landwirte an. Ihre Bedenken bezüglich der Ausweitung von Flora und Fauna wurden entkräftet. Paulsen versicherte, dass ein Verkauf an den Landkreis das Mitspracherecht der Landwirte nicht gefährde und bot Unterstützung bei der Vermittlung und Moderation an.

Die Samtgemeinde sieht sich in der Rolle des Vernetzers und möchte alle Interessenvertreter zusammenbringen. Ein erhaltendes Bewusstsein für den Wert des Moores soll geschaffen und die historische Verantwortung gewürdigt werden. Die Renaturierung des Hochmoors wird als Chance für den Klimaschutz sowie für Natur- und Bildungstourismus wahrgenommen.

In den kommenden Wochen sind individuelle Gespräche zur Vertragsgestaltung geplant. Die Samtgemeinde Spelle wird gemeinsam mit dem Landkreis die Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen koordinieren und dabei die Interessen aller Eigentümer und Eigentümerinnen berücksichtigen.

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