Im Vorfeld des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg haben sich die Kirchenführenden für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Ökumene ausgesprochen. Bischöfin Kirsten Fehrs und Bischof Heiner Wilmer betonten die Notwendigkeit, Spannungen zu überwinden.
Bischöfin und Bischof im Dialog
Hannover/Würzburg (13. Mai 2026). Im Rahmen der ersten offiziellen Begegnung von Bischöfin Kirsten Fehrs und Bischof Heiner Wilmer wurde die Bedeutung der Ökumene hervorgehoben. Beide Kirchenvertreter kamen zusammen, um die Verantwortung der Kirchen in aktuellen gesellschaftlichen Debatten zu erörtern, die oft von Misstrauen und Polarisierung geprägt sind.
Räume für Dialog schaffen
Bischöfin Fehrs und Bischof Wilmer äußerten sich besorgt über die schwierige gesellschaftliche Lage: „Viele Menschen erleben derzeit, wie hart gesellschaftliche Debatten geworden sind. Misstrauen wächst, Positionen verhärten sich, und immer häufiger wird übereinander statt miteinander gesprochen.“ Um dem entgegenzuwirken, möchten die Kirchen Orte schaffen, an denen unterschiedliche Meinungen angehört und Verständnis gefördert werden kann. „Ökumene zeigt, dass Verständigung möglich ist und Vertrauen wachsen kann“, so die beiden Kirchenvertreter.
Mut zur Aussprache
Beide führten weiter aus, dass gerade in schwierigen Zeiten Mut zum Dialog erforderlich sei: „Mutig ist heute, wer das Gespräch sucht, auch dort, wo Positionen als unvereinbar erscheinen.“ Sie betonten, dass Frieden und Versöhnung nur durch aktive Verständigung zwischen Menschen und Nationen erreicht werden könne. In Anbetracht von Krieg und Gewalt in vielen Teilen der Welt wollen die Kirchen ihren Beitrag zur Überwindung von Konflikten leisten.
Der Deutsche Katholikentag beginnt am Mittwochabend mit einer Eröffnungsveranstaltung auf dem Würzburger Residenzplatz. Mit dem Leitwort „Hab Mut. Steh auf.“ laden die Veranstalter alle ein, aktiv am Dialog teilzunehmen und zur Friedensförderung beizutragen.

