Am 19. Mai wird der Welt-CED-Tag gefeiert, um auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen aufmerksam zu machen. Ein zentrales Thema ist die Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Informationssuche für Patienten mit CED, die vielversprechende Ansätze bietet.
Künstliche Intelligenz zur Unterstützung von CED-Patienten
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, zu denen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören, sind komplex und verlaufen in Schüben. In aktiven Phasen treten häufig starke Bauchschmerzen und Durchfälle auf, während die Symptome in beschwerdefreien Phasen kaum wahrnehmbar sind. Dennoch können Entzündungsreste in der Darmschleimhaut bestehen bleiben, was sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken kann.
Stärkung der Gesundheitskompetenz durch geeignete Quellen
Die Diagnose und Behandlung von CED erfordert sowohl regelmäßige ärztliche Untersuchungen als auch die frühzeitige Erkennung möglicher Komplikationen. Daher sind zuverlässige Informationen entscheidend. In Zeiten digitaler Informationsflut nutzen viele Betroffene Online-Quellen. Eine aktuelle Studie aus Italien hat die Effizienz von generativer KI bei der Bereitstellung medizinischer Informationen zu CED untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine bemerkenswerte Genauigkeit von bis zu 84,2 % bei KI-Antworten, was jedoch nicht ausreicht, um ärztlichen Rat vollständig zu ersetzen.
Ergänzende Informationen und unterstützende Angebote
Es bleibt wichtig, dass Patienten auch weiterhin auf ärztliche Expertise zurückgreifen und sich aktiv über ihre Erkrankung informieren. Hilfreiche Ressourcen sind auf der Plattform leben-mit-ced.de verfügbar. Dort finden Betroffene verständliche Artikel, Erfahrungsberichte sowie Materialien, die sie auf Arztbesuche vorbereiten, wie die CED-Disk zur Bewertung ihrer Lebensqualität. Mit diesem Wissen fühlen sich Patienten sicherer, ihre Therapieziele gemeinsam mit ihren Ärzten zu erarbeiten und informierte Entscheidungen zu treffen.

