Das Bundesumweltministerium und die KfW haben eine Partnerschaft mit China beschlossen, um den Gewässerschutz am Hanjiang-Fluss zu verbessern. Ein Darlehen in Höhe von rund 70 Millionen Euro wurde dazu in Berlin unterzeichnet. Ziel ist die Reduzierung der globalen Meeresverschmutzung.
KfW finanziert Gewässerschutzmaßnahmen
In einem neuen Schritt zur Bekämpfung der globalen Meeresverschmutzung hat das Bundesumweltministerium die KfW mit der Finanzierung von Gewässerschutzmaßnahmen in China beauftragt. Dies geschah während eines Treffens, bei dem Bundesumweltminister Carsten Schneider eine Delegation des chinesischen Finanzministeriums in Berlin empfing. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde ein erstes Darlehen in Höhe von etwa 70 Millionen Euro zur Verbesserung des Gewässerschutzes am Hanjiang-Fluss unterzeichnet.
Zusammenarbeit für ein sauberes Wasser
„Jedes Gramm Mikroplastik, das nicht ins Meer gelangt, schützt unseren weltweiten Wasserkreislauf“, betont Bundesumweltminister Carsten Schneider. Die Entscheidung zur Kooperation mit China erweist sich als wichtig, da das Land eine zentrale Rolle im globalen Umwelt- und Klimaschutz spielt. Die Maßnahmen am Hanjiang-Fluss beinhalten Renaturierungsprojekte sowie naturnahe Abwassersammelsysteme und eine verbesserte Regenwasserbehandlung. All dies soll dazu beitragen, den Kunststoffeintrag in die Meere signifikant zu verringern.
Langfristige Lösung für globale Umweltprobleme
Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW, hebt hervor, dass die Initiative im deutschen Interesse ist, um die globalen Güter wie das Klima und die biologische Vielfalt zu schützen. Durch gezielte Finanzierungen trägt die KfW mit ihrer Expertise zur Verbesserung der Umweltbedingungen bei. Die KfW, die über 40 Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern verfügt, wird eng mit dem chinesischen Finanzministerium zusammenarbeiten, um diese Projekte erfolgreich umzusetzen.
Die im Auftrag des Bundesumweltministeriums finanzierten Maßnahmen erfolgen ausschließlich aus den Eigenmitteln der KfW, ohne öffentliche Haushaltsmittel. Die Rückzahlung erfolgt durch die Zinsen der Darlehen, sodass es sich nicht um öffentliche Entwicklungsleistungen handelt. Diese Partnerschaft markiert den Beginn einer neuen Ära der Zusammenarbeit im Bereich Klima- und Umweltschutz zwischen Deutschland und China.

