Das modernisierte Handelsabkommen zwischen der EU und Mexiko wird als wichtiger Schritt für wirtschaftliche Kooperation betrachtet. Dr. Dirk Jandura, Präsident des BGA, betont die Notwendigkeit einer zügigen Umsetzung, um Unternehmen zu unterstützen.
Modernisierung des Handelsabkommens ist zeitgemäß
Die Unterzeichnung des neu gestalteten Handelsabkommens zwischen der EU und Mexiko wird von Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), als wichtiges Signal in Zeiten globaler Handelsunsicherheiten gewertet. „Die Modernisierung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. In Anbetracht der wachsenden handelspolitischen Spannungen ist es entscheidend, dass Europa seine Fähigkeit zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit demonstriert“, so Jandura.
Chancen für Unternehmen im Groß- und Außenhandel
Mexiko wird für Deutschland immer mehr zu einem strategisch bedeutenden Markt in Lateinamerika und fungiert als Brückenkopf für Nordamerika. Das neue Handelsabkommen eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen, darunter verbesserte Marktbedingungen, vereinfachte Zollverfahren und besseren Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen. „Es ist bemerkenswert, dass das Abkommen weit über den klassischen Warenhandel hinausgeht und auch Regelungen zu Dienstleistungen und digitalem Handel umfasst“, hebt Jandura hervor.
Ein zentraler Punkt für mittelständische Unternehmen ist die Reduktion von Bürokratie und die Schaffung transparenter Verfahren. Das Abkommen zielt darauf ab, diese Aspekte zu optimieren und gibt den Unternehmen mehr Planungssicherheit in einem zunehmend komplexen internationalen Markt.
Mexiko als verlässlicher Partner für Europa
Die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und Mexiko wachsen stetig. Im Jahr 2025 exportierte Deutschland Waren im Wert von 15,6 Milliarden Euro nach Mexiko, während die Importe bei 9,5 Milliarden Euro lagen. Jandura unterstreicht die Bedeutung Mexikos als einen der wichtigsten Handelspartner Deutschlands außerhalb Europas. „Wir müssen die wirtschaftlichen Partnerschaften aktiv ausbauen und gleichzeitig auf die Einhaltung bestehender Handelsabkommen bestehen. Europa braucht Diversifizierung und verlässliche Partner; Mexiko ist einer dieser Partner“, sagt Jandura abschließend.

