Endometriose ist eine weit verbreitete, aber oft spät diagnostizierte Erkrankung bei Frauen. Am Tag der Frauengesundheit am 28. Mai informiert der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) über die Möglichkeiten der ganzheitlichen Unterstützung durch Osteopathie.
Endometriose: Ein schleichender Schmerz
Endometriose gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen in Deutschland, von der schätzungsweise über zwei Millionen Frauen betroffen sind. Jedes Jahr erkranken mehr als 40.000 Frauen neu. Trotz dieser hohen Zahl erfolgt die Diagnose häufig verspätet, da typische Symptome wie starke Regelschmerzen oft verharmlost werden.
Die Krankheit entsteht, wenn gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Diese Herde reagieren auf hormonelle Veränderungen und können starke Entzündungen sowie erhebliche Schmerzen verursachen. Frauen mit Endometriose leiden nicht nur unter krampfartigen Menstruationsschmerzen, sondern auch unter chronischen Schmerzen im Unterbauch, Rückenschmerzen, Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Zusätzliche Symptome wie Erschöpfung und psychische Belastungen sind ebenfalls verbreitet.
Osteopathie als unterstützende Therapie
„Ich halte sehr viel von Osteopathie und implementiere sie seit Jahren in meine Arbeit“, sagt Prof. Dr. med. Sylvia Mechsner, Endometriose-Expertin der Charité. Osteopathie bietet einen ganzheitlichen Ansatz zur Behandlung von Endometriose, indem sie Spannungen im Gewebe löst, die Beweglichkeit im Bauch- und Beckenraum verbessert und das Zusammenspiel von Organen, Nerven und Durchblutung positiv beeinflusst. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen die positiven Effekte von osteopathischen Behandlungen auf Schmerzen und emotionale Belastungen.
Im Rahmen der medizinischen Leitlinien zur Diagnose und Therapie von Endometriose wird Osteopathie inzwischen als ergänzende Behandlungsmethode aufgeführt. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen und ganzheitlich zu behandeln.
Fazit: Frühzeitige Diagnose und ganzheitliche Behandlung
Der Verband der Osteopathen Deutschland setzt sich dafür ein, das Bewusstsein für Frauengesundheit zu schärfen und Beschwerden wie Menstruationsschmerzen ernst zu nehmen. Ein frühzeitiges Erkennen von Endometriose ermöglicht eine ganzheitliche Begleitung, die langfristige körperliche und psychische Belastungen reduzieren kann. Osteopathie kann hierbei eine wertvolle Unterstützung bieten.

