Koordinierungsgruppe AMTS startet Umsetzung des Aktionsplans

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Die Koordinierungsgruppe für Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) hat ihre erste Sitzung abgehalten. Ziel ist die Verbesserung der Medikationssicherheit in Deutschland über digitale Lösungen und die Auswertung von Gesundheitsdaten.

Startschuss für verbesserten Medikationsprozess

Mit der Auftaktsitzung der Koordinierungsgruppe AMTS beginnt die praktische Umsetzung des Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland. Dieser wurde am 1. April 2026 im Bundeskabinett beschlossen und legt besonderen Wert auf digitale Anwendungen, die die Prozesse im Medikationsmanagement revolutionieren könnten.

Digitale Lösungen für mehr Sicherheit

Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Diskussion über digitale Innovationen wie das E-Rezept und die elektronische Patientenakte, die zusammen mit einem Medikationsplan entwickelt werden. Prof. Dr. Petra Thürmann, die Vorsitzende der Koordinierungsgruppe, hebt hervor: „Die Digitalisierung bietet uns die Möglichkeit, Informationen besser zu vernetzen und Risiken im Medikationsprozess frühzeitig zu erkennen.“ Das Ziel ist es, Arzneimitteltherapiesicherheit durch verstärkte Zusammenarbeit und digitale Hilfsmittel zu verbessern.

Fokus auf vulnerable Patientengruppen

Ein weiterer zentraler Aspekt des Aktionsplans ist die systematische Nutzung von Gesundheitsdaten. Diese Daten sollen helfen, Medizinfehler zu beobachten und gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der AMTS zu identifizieren. Thürmann betont die Notwendigkeit, vulnerable Gruppen wie Kinder, Schwangere und ältere Menschen stärker zu berücksichtigen, da sie einem höheren Risiko für Medikationsfehler ausgesetzt sind.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken weist darauf hin, dass jährlich schätzungsweise 250.000 Krankenhaus­einweisungen auf Medikationsfehler zurückzuführen sind. Mit dem neuen Schwerpunkt auf digitale Lösungen und einem strukturierten Ansatz sollen diese Zahlen reduziert werden.

Die Koordinierungsgruppe AMTS, unterstützt von einem wissenschaftlichen Sekretariat der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), bringt verschiedene Akteure aus dem Gesundheitswesen zusammen, um die Patientensicherheit nachhaltig zu erhöhen. Die divers zusammengesetzte Gruppe umfasst Vertreter von Ärzteschaft, Apothekerschaft, Pflege, Krankenhäusern und Patientenorganisationen, was den interprofessionellen Ansatz unterstreicht.

Durch den neuen Aktionsplan und die Arbeit der Koordinierungsgruppe soll eine vernetzte, sichere Arzneimitteltherapie für alle Patienten in Deutschland ermöglicht werden.

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