Ab dem 1. August 2026 wird der Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung für Grundschulkinder schrittweise eingeführt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe zeigt sich gut vorbereitet und hebt die Bedeutung von Qualitätsstandards hervor.
Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung tritt in Kraft
Ab dem 1. August 2026 haben Eltern von Grundschulkindern einen stufenweisen Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung. Acht Wochen vor diesem Stichtag äußern sich die Johanniter-Unfall-Hilfe optimistisch über den bisherigen Ausbau ihrer Bildungs- und Betreuungsangebote. Der Mitglied des Bundesvorstandes, Thomas Mähnert, begrüßt den Fortschritt und sieht eine bedarfsgerechte Versorgung im Schuljahr 2026/27 in greifbarer Nähe.
„Wir müssen jedoch darauf achten, dass der rechtliche Anspruch nicht auf Kosten der Qualität geht“, betont Mähnert. Die Herausforderung liege darin, die Qualität der Angebote durch kontinuierliche Professionalisierung im Bereich der Ganztagsbildung weiterzuentwickeln. Dies sei entscheidend für eine nachhaltige Verbesserung der Bildungsangebote.
Fokus auf Kinder und Familien
Die Johanniter stehen unter dem Motto „Wir begleiten Bildungsbiografien“ im Mittelpunkt der Entwicklung von Kindern und deren Familien. Die Organisation bietet Unterstützung von der frühen Kindheit über den Kita-Besuch bis hin zu vielseitigen offenen Angeboten in der Kinder- und Jugendarbeit.
Mit derzeit 220 Standorten erreichen die Johanniter rund 14.000 junge Menschen im gesamten Bundesgebiet. Ihre Mitarbeitenden verfügen über umfassendes pädagogisches Know-how und Begeisterung für die Arbeit mit Kindern. „Durch den neuen Rechtsanspruch wird es möglich, Bildungs- und Chancengerechtigkeit zu stärken“, erläutert Ylvi Hornemann, Fachbereichsleiterin Kinder- und Jugendhilfe. Der Ausbau der Ganztagsangebote bietet mehr Kindern Zugang zu passenden Fördermöglichkeiten und individueller Begleitung.
Über die Johanniter-Unfall-Hilfe
Die Johanniter-Unfall-Hilfe zählt mit über 33.000 Beschäftigten, etwa 44.000 Ehrenamtlichen und 1,2 Millionen Fördermitgliedern zu den größten Hilfsorganisationen Deutschlands. Ihr Engagement erstreckt sich über den Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege sowie zahlreiche weitere Dienstleistungen in der Sozialwirtschaft. Mit einem Fokus auf Bildung, Pflege und Hilfeleistungen wird auch die humanitäre Arbeit im Ausland gefördert.

