Die Stadt Rhede hat den Sieger des Wettbewerbs zur Neugestaltung ihrer Innenstadt bekannt gegeben. Das Büro Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH aus Berlin erhielt den ersten Platz und ein Preisgeld von 23.400 Euro.
Fokus auf Erhalt und Klimaanpassung
Die Stadt Rhede hat jüngst den Sieger des Wettbewerb zur Umgestaltung der Innenstadt gekürt. Das Preisgericht, besetzt mit Fachleuten und Rheder Sachpreisrichtern, vergab den ersten Preis an das Berliner Büro Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH in Zusammenarbeit mit der Freien Planungsgruppe Berlin GmbH. Die Jury bewertete in einer achtstündigen Sitzung insgesamt zehn anonym eingereichte Entwürfe. Ursprünglich waren zwölf Büros zum Wettbewerb zugelassen.
Patchwork statt Kahlschlag
Lasse Malzahn vom Siegerteam stellte bei der Preisverleihung in der Kapelle des Gudulaklosters die Philosophie des Entwurfs vor. „Wir wollen nicht alles auf links drehen, sondern die bereits vorhandene Qualität herausarbeiten“, so Malzahn. Der Schwerpunkt soll auf „Patchwork statt alles neu“ liegen. Es ist geplant, bereits bestehende Strukturen zu sichern und sanieren, wobei nur dort neue Elemente eingefügt werden, wo es notwendig ist. Ein Aspekt im Siegerentwurf ist die Anpassung an klimatische Veränderungen. So sollen neue Bäume Schatten spenden und robuste Gräser sollen für mehr Grün sorgen. Zudem wird geplant, die Plätze Markt, Kinderbrunnen, Gildekamp und Rathausplatz, die über die Hohe Straße miteinander verbunden sind, mit Wasser-, Spiel- und Grünelementen auszustatten. Der Gildekamp bleibt als Parkplatz erhalten, wird jedoch neu geordnet und begrünt.
Diskussionsgrundlage für zukünftige Planungen
Die Pläne des Siegenteams sind als Vorentwurf zu verstehen, der als Diskussionsgrundlage für die weiteren Schritte dient. Bürgermeister Jürgen Bernsmann betonte die Wichtigkeit der Dialoge zur Umsetzung der Pläne. Christoph Terwiel, Leiter des Fachbereichs Bau und Ordnung, äußerte sich optimistisch bezüglich der Zusammenarbeit. Anvisiert wird ein Baubeginn für den ersten Bauabschnitt um Ende 2027 oder Anfang 2028. Beigeordneter Hubert Wewering wies auf den Zielkonflikt zwischen Parkplatzbewahrung und der Schaffung von mehr Grünflächen hin, der gemeinsam mit allen Beteiligten gelöst werden muss. Neben dem Sieger wurden auch drei weitere Entwürfe ausgezeichnet: Den zweiten Platz belegte das Büro POLA Landschaftsarchitekten GmbH zusammen mit Stadt Land Fluss Büro für Städtebau und Stadtplanung, während der dritte Platz an Förder Landschaftsarchitekten GmbH und Lorber Paul Architekten GmbH ging.
Öffentliche Ausstellung der Entwürfe
Die zehn eingereichten Wettbewerbsarbeiten sind ab sofort auf der Website der Stadt Rhede einsehbar. Die prämierten Entwürfe werden ab dem 10. Juni 2026 in einer öffentlichen Ausstellung in den Schaufenstern an der Burloer Straße 12 bis 14 zu sehen sein.



