Sabrina Wendt, parteilose Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Papenburg 2026, setzt auf Bürgernähe und moderne Kommunalpolitik. Im Interview äußert sie sich zu Herausforderungen wie dem Haushaltsdefizit und der Rolle der Meyer Werft.
Wendt zieht klare Grenze zwischen Unterstützung und Einflussnahme
Sabrina Wendt, 45, kandidiert als unabhängige und parteilose Bürgermeisterin für Papenburg. Ihre Unterstützung erhält sie von CDU und FDP, hat jedoch eine klare Vision: „Meine Partei sind die Papenburger Bürgerinnen und Bürger, unsere Vereine und Unternehmen.“ Wendt legt Wert darauf, dass ihre Entscheidungen sachlich und nicht nach Parteizugehörigkeit getroffen werden. Sie lädt auch andere Parteien ein, über Parteigrenzen hinweg zu kooperieren.
Wirtschaftliche Nachhaltigkeit und konkrete Pläne
Mit 15 Jahren Erfahrung in der Industrie und acht Jahren in der Wirtschaftsförderung kennt Wendt die Herausforderungen Papenburgs genau. Der Haushaltsdefizit von über 12 Millionen Euro zeige die Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Umdenkens. Wendt plant, die Wirtschaftsförderung als Chefinnensache anzusehen und einen One-Stop-Shop für Unternehmen und Vereine einzurichten, um bürokratische Hürden zu minimieren. Zu ihren Zielen zählen mindestens vier neue Unternehmensansiedlungen pro Jahr sowie regelmäßige persönliche Besuche bei Unternehmen und Vereinen.
Der Dialog mit der Meyer Werft
Die Meyer Werft gilt als zentraler Arbeitgeber in Papenburg. Wendt betont, dass die Zusammenarbeit mit der Werft eine der wichtigsten Säulen ihrer Bürgermeisterpolitik sein wird. Sie plant einen formalen Stadt-Werft-Dialog, um Infrastruktur- und Fachkräftethemen gemeinsam anzugehen. Des Weiteren wolle sie sicherstellen, dass der Wohnraum und die Kinderbetreuung für die Werft-Mitarbeiter verbessert werden. Wendt verfolgt eine ganzheitliche Strategie, um Papenburg zukunftsfähig zu machen und gleichzeitig den Schiffbau in der Region zu sichern.

