Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt mit 2,3 Millionen Euro die Dorfentwicklung in ländlichen Regionen. In einer Veranstaltung in Apen-Augustfehn wurden acht Förderbescheide übergeben, die zahlreiche Initiativen anstoßen sollen.
Fördermittel für verschiedene Projekte
Die Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte überreichte heute in der IGS Augustfehn die Bescheide, die verschiedene Dorfgemeinschaften unterstützen werden. Die Mittel sollen dazu beitragen, die Lebensqualität in ländlichen Gegenden Niedersachsens zu steigern und gemeinschaftliche Initiativen zu fördern.
Umbau zur Gemeinwohlstätte in Lünne
Ein besonders hervorzuhebendes Projekt ist die Umnutzung der St. Vitus Kirche in der Gemeinde Lünne (Landkreis Emsland). Hier erhält die Gemeinde 500.000 Euro, um die historische Kirche in ein multifunktionales Gemeinschaftszentrum umzuwandeln. Der liturgische Bereich bleibt erhalten, während der südliche Seitenflügel neu genutzt werden kann, um Platz für Vereine und Initiativen zu schaffen.
Vielfältige Nutzungen in anderen Gemeinden
Die Gemeinde Augustfehn erhält 96.120 Euro zur Umnutzung des Letas-Hauses. Der alte Stall wird zu einem barrierefreien Treffpunkt für alle Altersgruppen ausgebaut. In Kettenkamp wird mit 500.000 Euro die „Grüne Mitte“ neu gestaltet, die unter anderem Spiel- und Bewegungsflächen für Kinder umfasst.
Die Gemeinde Esterwegen erhält ebenfalls 500.000 Euro für die Revitalisierung der Gaststätte „Zum Alten Herrenhaus“, um sie als sozialen Treffpunkt zu erhalten. Zudem plant die Gemeinde Großefehn die Erneuerung einer Fehnbrücke und erhält 132.800 Euro dafür. Viele dieser Projekte legen Wert auf Barrierefreiheit und Umweltfreundlichkeit, wobei auch die biologische Vielfalt gefördert wird.
Die Ministerin betonte die Bedeutung solcher Projekte: „Engagement und kreative Ideen sind die Grundlage für eine positive Entwicklung im ländlichen Raum. Ich freue mich, diese Initiativen unterstützen zu dürfen.“
Flurbereinigungsverfahren zur Landschaftspflege
Zusätzlich zu den Förderbescheiden stellte Ministerin Staudte drei Flurbereinigungsverfahren vor, die der Naturschutz- und Umweltpflege dienen. In den Naturschutzgebieten „Bockhorner Moor 1“ und „2“ sollen durch vereinfachte Flurbereinigungen die Lebensräume für Artenvielfalt gesichert werden. Diese Maßnahmen unterstreichen das Engagement des Ministeriums für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung in Niedersachsen.

