Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 130.100 Ehen geschieden, was einen Anstieg von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Entwicklung betrifft auch Familien in Osnabrück und wirft Fragen zur Unterstützungsnotwendigkeit auf.
Langfristiger Trend der Scheidungen
Im Vergleich zu den Höchstständen im Jahr 2003 ist die Zahl der Scheidungen in Deutschland langfristig rückläufig. Obwohl ein leichter Anstieg in 2025 zu verzeichnen ist, liegt die Gesamtzahl der Scheidungen immer noch um 39,2 Prozent unter dem damaligen Höchstwert. Bundesweit wurden im Jahr 2025 je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner 1,56 Ehen geschieden, ein Anstieg gegenüber 1,54 im Vorjahr. Auffällig ist, dass Ehen im Durchschnitt nach knapp 15 Jahren geschieden werden.
Mehr Kinder betroffen
Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Scheidungen, bei denen zwei oder mehr Kinder betroffen sind. Diese Entwicklung stellt nicht nur die betroffenen Familien vor Herausforderungen, sondern auch die bestehenden Beratungsangebote in der Region. In Osnabrück steht mit der Caritas, der Diakonie und anderen kommunalen Anlaufstellen ein Netzwerk zur Verfügung, das Familien in Trennungssituationen unterstützt. Das wachsende Bedürfnis nach professioneller Begleitung verdeutlicht die Notwendigkeit dieser Einrichtungen, um betroffenen Familien zu helfen und Lösungen zu finden.

