Im Juni 2026 verzeichnet Niedersachsen einen Rückgang der Inflationsrate auf 2,5 Prozent. Dies ergibt sich aus den aktuellen Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN), die auch wichtige Trends für den Kreis Steinfurt zeigen.
Energiepreise: Hoch im Jahresvergleich, günstiger im Monatsvergleich
Im Juni 2026 lagen die Energiepreise in Niedersachsen weiterhin über dem Vorjahresniveau, verstärkt durch einen Anstieg von 4,6 Prozent. Insbesondere die Kraftstoffe verteuerten sich, mit Diesel, der 21,1 Prozent, und Superbenzin, das 11,6 Prozent teurer wurde. Leichtes Heizöl stieg um 38,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Gegensatz dazu sanken die Preise für Erdgas ohne Betriebskosten um 7,8 Prozent, während Strom und Fernwärme um 3,5 und 2,9 Prozent günstiger wurden. Autofahrer und Heizölnutzer müssen hingegen mit höheren Kosten rechnen, während Haushalte, die Erdgas oder Strom nutzen, etwas Entlastung erfahren.
Insgesamt sanken die Energiepreise im Vergleich zum Vormonat um 2,9 Prozent, mit Dieselkraftstoff, der um 7,5 Prozent, und Superbenzin, das um 4,8 Prozent günstiger wurde.
Lebensmittel: Preisentwicklung im Fokus
Die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke stiegen im Jahresvergleich um 0,3 Prozent. Besonders auffällig war der Preisanstieg bei Eiern, die um 12,3 Prozent teurer wurden. Zucker, Marmelade und Honig legten um 5,4 Prozent zu, während Fleisch und Fleischwaren um 3,1 Prozent anstiegen. Rind- und Kalbfleisch sowie Geflügelfleisch verteuerten sich um jeweils rund 8,5 Prozent.
Auf der anderen Seite wurden Speisefette und -öle, darunter Butter mit einem besonders starken Rückgang von 29,1 Prozent, günstiger. Auch Molkereiprodukte wie Milch und Käse verzeichneten Preisnachlässe.
Dienstleistungen und Wohnnebenkosten weiterhin hoch
Die Preise für Dienstleistungen stiegen im Juni um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen waren die Kosten für Personen- und Güterbeförderung mit einem Anstieg von 7,5 Prozent sowie Dienstleistungen sozialer Einrichtungen mit 6,2 Prozent. Auch die Wohnnebenkosten zogen um 5,1 Prozent an, was hauptsächlich durch höhere Preise für Müllabfuhr und Wasserversorgung bedingt war. Mieter im Kreis Steinfurt müssen sich auf merkliche Erhöhungen der Nebenkosten in der nächsten Betriebskostenabrechnung einstellen, auch wenn die Nettokaltmieten mit 1,8 Prozent moderat stiegen.
Kerninflation bei 2,5 Prozent
Die Kerninflation, die die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie betrachtet, blieb im Juni ebenfalls konstant bei 2,5 Prozent. Dies zeigt, dass die allgemeine Preisentwicklung in der Region stabil bleibt.

