Infolge schwerer Waldbrände in Südeuropa müssen Urlauber, die mit Drohnen reisen, vorsichtiger sein. Drohnen gefährden Rettungseinsätze und können hohe Bußgelder nach sich ziehen.
Waldbrände in Südeuropa
Millionen Deutsche verbringen ihren Sommerurlaub in beliebten Ferienregionen wie Frankreich, Spanien und Italien. Währenddessen wüten in diesen Ländern verheerende Waldbrände. In der Region Guadalajara, Spanien, brennt bereits eine Fläche von über 32.000 Hektar, und die Zahl der Opfer ist tragisch hoch. In Frankreich wurden seit Jahresbeginn über 100.000 Hektar Wald und Vegetation zerstört. Diese düstere Lage zwingt Urlauber dazu, die Nutzung ihrer Drohnen gut zu durchdenken.
Drohnen und Rettungseinsätze
Drohnen können im Ernstfall nicht nur hinderlich, sondern auch katastrophal für Rettungsaktionen sein. Die französische Luftfahrtbehörde DGAC hat bislang eindringlich vor dem unkontrollierten Flug von Drohnen gewarnt. Vorschriften der jeweiligen Länder sind jedoch uneinheitlich, was den nötigen Abstand zu Einsatzorten und Brandschutzgebieten angeht. In Deutschland beispielsweise ist es gesetzlich verboten, Drohnen in einem Umkreis von 100 Metern um Einsatzorte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zu fliegen. Dies stellt jedoch lediglich das rechtliche Minimum dar; zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen sind dringend notwendig. Urlauber sollten sich bewusst sein, dass das Fliegen in der Nähe von Waldbränden gefährlich ist und für die Sicherheit von Menschenleben sorgt.
Was Drohnenpiloten wissen müssen
Vor einem Drohnenflug in betroffenen Gebieten sollten sich Piloten gut informieren. In Frankreich beispielsweise gelten abweichende Vorschriften, die auch Wasserzuleitungspunkte einbeziehen. Wer einen Brand entdeckt, sollte die örtlichen Behörden alarmieren, statt selbst zu filmen. Ein kurzer unerlaubter Flug kann die Effektivität eines Löscheinsatzes erheblich beeinträchtigen. Urlauber sollten in jedem Fall lokale Kartenportale wie das DIPUL-Kartenportal in Deutschland oder ENAIRE Drones für Spanien konsultieren und sich über temporäre Flugverbotszonen informieren. Nur so kann eine verantwortungsvolle Nutzung der Drohnen sichergestellt werden.

