Dr. Thomas Veen, Präsident des Landgerichts Osnabrück, hat am 3. August 2026 Dr. Philipp Ortmann zum Notar ernannt. Herr Ortmann übernimmt seine Aufgaben im Gerichtsbezirk Osnabrück.
Ernennung von Dr. Philipp Ortmann
Am Montag, dem 3. August 2026, erhielt Dr. Philipp Ortmann von Dr. Thomas Veen, dem Präsidenten des Landgerichts Osnabrück, seine Ernennungsurkunde zum Notar. Dr. Ortmann ist bereits als Rechtsanwalt in einer mehrköpfigen Kanzlei in Osnabrück tätig und wird sein Amt direkt an eben diesem Standort ausüben. Damit ist er für die notarielle Betreuung im Gerichtsbezirk Osnabrück verantwortlich.
Aufgaben und Befugnisse von Notaren
In Deutschland spielen Notarinnen und Notare eine entscheidende Rolle in der vorsorgenden Rechtspflege. Über zwei Drittel der Bundesländer bestellen Notare für hauptberufliche Tätigkeiten. In Niedersachsen, zu dem auch Osnabrück gehört, üben viele Notarinnen und Notare ihre Funktionen jedoch zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Rechtsanwalt aus. Diese sogenannten Anwaltsnotare besitzen hoheitliche Befugnisse und sind in erster Linie für die Beurkundung von Rechtsgeschäften zuständig. Ziel ihrer Arbeit ist es, rechtliche Benachteiligungen für unerfahrene Beteiligte zu vermeiden und Rechtssicherheit zu fördern.
Die Ernennung einer Notarin oder eines Notars erfolgt durch den Präsidenten des zuständigen Landgerichts oder Oberlandesgerichts, in dem der zukünftige Amtssitz liegt. Zuvor wird die Präsidentin oder der Präsident der Notarkammer, die für den Bezirk zuständig ist, angehört. Notare werden auf Lebenszeit berufen, und ihre dienstliche Aufsicht liegt beim Präsidenten des Landgerichts. Aktuell sind im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg etwa 420 Notarinnen und Notare tätig, die in einer Vielzahl von rechtlichen Fragen beratend zur Seite stehen und eine wichtige Schnittstelle im Justizsystem darstellen.

