Im Juni 2026 meldet das Statistische Bundesamt einen Anstieg des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen sank der Auftragseingang jedoch um 0,5 Prozent.
Aktuelle Zahlen zum Auftragseingang
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verzeichnete der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Juni 2026 einen Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dies entspricht einer saison- und kalenderbereinigten Betrachtung. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Auftragseingang um 6,5 Prozent.
Monatliche und jahreszeitliche Trends
Im Mai 2026 war der Anstieg mit nur 0,3 Prozent im Vergleich zum April moderater, wobei die vorläufigen Zahlen revidiert wurden. Der ursprüngliche Wert lag bei 1,9 Prozent. Ein Blick auf den Dreimonatsvergleich von April bis Juni 2026 zeigt, dass der Auftragseingang um 1,3 Prozent höher lag als in den drei Monaten zuvor. Ohne Großaufträge blieb dieser Wert unverändert.
Einfluss von Großaufträgen
Der interessante Punkt in den aktuellen Zahlen ist die Abweichung, wenn Großaufträge nicht berücksichtigt werden. In diesem Fall ergibt sich ein Rückgang von 0,5 Prozent im Juni. Dies deutet darauf hin, dass der Anstieg des Auftragseingangs stark von wenigen großen Aufträgen beeinflusst wurde, während das innerbetriebliche Geschäft möglicherweise weniger dynamisch verläuft.
Die Revision der vorläufigen Zahlen zeigt, dass die Bereinigung um Preisveränderungen einen wesentlichen Einfluss auf die im Mai gemeldeten Daten hatte. Experten interpretieren diese Entwicklungen als Zeichen einer stabilen, wenn auch nicht explodierenden Wirtschaftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe.

