Maike Halbisch hat bei den Europameisterschaften im High Diving in Paris die Bronzemedaille gewonnen. Mit einem schwierigen 3,5-fachen Salto aus dem Handstand beeindruckte sie die Juroren und Zuschauer gleichermaßen.
Ein spektakulärer Sprung unter dem Eiffelturm
Maike Halbisch, 20 Jahre alt und Mitglied des VfL Waiblingen, setzte im finalen Durchgang des Wettbewerbs zu einem riskanten 3,5-fachen Handstandsalto an. Gelegen am Sprungturm, ignoriere sie den Lärm einer vorbeifahrenden U-Bahn und winkte stattdessen den Passagieren zu, bevor sie den Sprung meisterlich ins Wasser brachte. Nach einem enttäuschenden siebten Platz am ersten Tag verbesserte sie sich mit ihrem beeindruckenden Versuch auf den dritten Platz und sicherte sich 292,15 Punkte. „Ich bin unfassbar froh. Es ist meine erste Medaille bei einem internationalen Event,“ äußerte sich die Athletin sichtlich begeistert.
Hinter den Kulissen: Der Weg zur Medaille
Die erfrischende Unbekümmertheit Halbischs trägt zu ihrem Erfolg bei. Obwohl sie erst Anfang 2024 in den Wettkampfsport des High Diving eingestiegen ist, zeigte sie außergewöhnliche Leistungen. Die 20-Jährige, die ursprünglich aus der Turnerei kommt, erklärte, dass ihr die anspruchsvollen Sprünge besonders liegen. „Der hohe Schwierigkeitsgrad ist von großer Bedeutung, vor allem wenn die Sprünge gut ausfallen,“ so Halbisch weiter. Ihre Analyse wird durch ihre persönliche Erfahrung unterstützt, denn sie hat in kurzer Zeit eindrucksvoll gezeigt, dass sie mit dem Druck umgehen kann.
Neue Möglichkeiten durch sportliche Förderung
Ein weiterer Grund zur Freude ist die Aufnahme in die Spitzensportfördergruppe der Polizei. Halbisch, die neben dem Sport auch ein Studium verfolgt, sieht hierin eine wichtige Unterstützung für ihre sportliche Laufbahn. „Das ermöglicht mir, an Weltcups teilzunehmen und Trainingslager zu besuchen, ohne ständig im Urlaub sein zu müssen,“ bemerkte sie. Sie betont die bedeutende Hilfe, die der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) in dieser Hinsicht leistet.
Der Wettkampf in Paris war nicht nur für Halbisch geprägt von aufregenden Momenten. Ihre Bruder Manuel landete unter den Top Ten der Männer, auf dem achten Platz mit 259,55 Punkten. „Ich bin sehr zufrieden und glücklich über Maikes Erfolg,“ sagte Manuel und hob hervor, wie herausfordernd es sei, Beruf und Sport miteinander zu vereinbaren. Demnach wird jeder Wettbewerb ihrer Schwester für ihn fast zu einer aufregenderen Erfahrung als sein eigener.
Insgesamt hinterlässt die EM in Paris einen positiven Eindruck – für die Athleten, die Zuschauer und den High-Diving-Sport insgesamt. Mit einer Goldmedaille für Nelli Chukanivska aus der Ukraine und Halbischs Bronze könnte 2023 ein Wendepunkt für diese Sportart sein.

