Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban hat sich die humanitäre Lage in Afghanistan dramatisch verschlechtert. Mehr als 14 Millionen Menschen sind von Hunger betroffen, während medizinische Versorgung unzureichend bleibt.
Vielfältige Krisen in Afghanistan
Die humanitäre Situation in Afghanistan hat sich zu einer der komplexesten weltweit entwickelt. Laut Maria Rüther von „Aktion Deutschland Hilft“ führen wirtschaftliche Instabilität, wiederkehrende Dürre- und Flutereignisse sowie die Rückkehr von Millionen Geflüchteten zu einer beispiellosen Überlappung von Krisen. Die Nothilfe-Bündnisse sind dringender denn je gefragt, um den bedürftigen Menschen zu helfen.
Drastische Auswirkungen von Mittelkürzungen
Institutionelle Geber haben die finanziellen Mittel stark gekürzt, was unmittelbare Folgen für die Gesundheitsversorgung hat. Der Generalsekretär von CARE Deutschland, Karl-Otto Zentel, berichtet, dass bereits über 30 Kliniken geschlossen wurden. Diese Einschnitte führen zu einem gravierenden Rückgang von medizinischen Hilfsangeboten und gefährden das Leben zahlreicher Personen, insbesondere der Frauen und Kinder.
Hilfsorganisationen leisten wertvolle Unterstützung
Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ stehen in der breiten Krise an der Front. Malteser International versorgt über lokale Partner täglich bis zu 2.000 Patienten in der Provinz Balkh, während World Vision Maßnahmen gegen Mangelernährung, insbesondere bei Kleinkindern und schwangeren Frauen, ergreift. Auch CARE setzt sich weiterhin für die Bildung und wirtschaftliche Absicherung von Frauen ein, während action medeor umfassende medizinische Dienstleistungen bereitstellt.
Diese Hilfsarbeiten hängen jedoch von ausreichender Finanzierung ab. „Die überlebenswichtigen Hilfen können wir nur leisten, wenn die nötigen Gelder zur Verfügung stehen“, betont Maria Rüther. Jeder Beitrag zählt, um das Überleben und die Würde der Menschen in Afghanistan zu sichern.

