Am Donnerstag, 20. August 2026, ist im Soziokulturellen Zentrum ska in Neuenhaus die Hochwasserpartnerschaft Vechte gegründet worden. Mehr als 20 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Landkreisen, Wasserverbänden, Fachbehörden und der niederländischen Waterschap Vechtstromen unterzeichneten die Gründungsurkunde und verpflichteten sich damit zu einer langfristigen Zusammenarbeit für einen integrierten Hochwasserschutz im gesamten Einzugsgebiet der Vechte.

Was die Partnerschaft leisten soll
Ziel des neuen Netzwerks ist es, Hochwasservorsorge, Klimaanpassung und grenzüberschreitendes Wassermanagement entlang der Vechte enger zu verzahnen. Dazu zählen die Erarbeitung eines integrierten Hochwasserschutzkonzeptes, die Optimierung bestehender Schutzanlagen, die Verbesserung der Eigenvorsorge sowie eine stärkere Vernetzung der beteiligten Akteure von der Quelle bis über die deutsch-niederländische Grenze hinweg. Unterstützt wird die Partnerschaft durch das Hochwasserkompetenzzentrum des NLWKN und die Kommunale Umwelt-AktioN (UAN).
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Fokus
Initiiert wurde das erste gemeinsame Projekt von der Samtgemeinde Emlichheim, auch der Landkreis Grafschaft Bentheim und die Samtgemeinde Neuenhaus gehören zu den Gründungsmitgliedern. Ein besonderes Merkmal der Partnerschaft ist ihre grenzüberschreitende Ausrichtung, da die Vechte nicht an der deutsch-niederländischen Grenze endet. Prof. Dr. Stefan Kuks, Watergraaf der Waterschap Vechtstromen, betonte dazu: „Die Vechte verbindet Deutschland und die Niederlande. Hochwasserschutz endet deshalb nicht an der Staatsgrenze. Mit dieser Partnerschaft stärken wir das gegenseitige Vertrauen und schaffen die Grundlage, um auch zukünftige Herausforderungen gemeinsam erfolgreich zu meistern.“

